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28.05.2013
Wer wird Ilshofens schönstes Kaninchen 2013? Das soll bei der 8. Hobby-Kaninchen-Schau für Jedermann beim Ilshofener Ostermarkt gekrönt werden. Doch vorher müssen die Hoppels noch gestylt werden.
34 Kaninchen sind angemeldet, um Ilshofens Top-Kaninchen 2013 zu werden. 29 Kinder und Jugendliche fiebern dabei der Jury-Entscheidung entgegen. Doch bevor es soweit ist, müssen die Tierchen natürlich erst einmal aufgehübscht werden. Nicht nur die Mädchen bei Heidi Klum wollen gut aussehen. Auch bei Wuschel, Black Beauty und Schlappi steht die Schönheit am Sonntag an oberster Stelle. Es kommt natürlich darauf an, welcher Rasse das Kaninchen entstammt. Denn die Löwenköpfchen beispielsweise haben ein so flauschiges Fell um den Kopf herum (daher kommt auch der Name), dass man da die Haare bestens kämmen kann. Black Beauty ist ein solches Löwenköpfchen. Allerdings fragt sich der ein oder andere Zuschauer, woher wohl sein Name kommt, denn Black Beauty ist nicht schwarz, sondern eher silber-grau.
 
Preisrichter Steffen Sauter beim Begutachten der Tiere , Rolf Adolf (r.) beantwortet die Fragen der Kinder.
 
Jürgen Schwarz, Vorsitzender des Kleintierzuchtvereins Z 83 Ilshofen e.V., erklärt, dass „manche Kaninchen rappel schwarz geboren werden. Sie werden dann aber mit der Zeit grau oder silber. Das nennt man dann Silbern“. Das Löwenköpfchen wird noch ein wenig gekämmt und frisiert. Dabei wird noch hier und da ein wenig Fell ausgezupft, das kommt vom Haaren der Tiere. Ja, nicht nur hübsche Model-Mädchen müssen Haare lassen. Auch ein Hoppelhäschen kommt nicht drumherum. Und dann steht schon die Mani- und Pediküre an. Jürgen Schwarz packt das Kaninchen gekonnt und nimmt den Knipser in die andere Hand. Er erklärt den Kindern, die ihn mit großen Augen beobachten, dass das Schneiden der Krallen den Tieren nicht weh tut. „Seht ihr, bei diesem Kaninchen wurden die Krallen sehr lange nicht geschnitten. Da brechen sie teilweise schon von alleine ab.“ Ein bis zwei Mal im Jahr sollten den Kaninchen die Krallen geschnitten werden. „Wenn sie zu lang sind, merkt man das spätestens, wenn man das Tierchen auf dem Arm hat und die Krallen durch den Pulli zu spüren bekommt“, erzählt der Profi seinen Zuschauern. 
Nach dem Kämmen, Stylen und Krallen schneiden, wird jedes Kaninchen an den Preisrichter Steffen Sauter aus Weinstadt rüber gereicht. Er wiegt das Tier, untersucht das Körpergewicht im Verhältnis zum Typ, den Zustand des Fellhaars und auch der Pflegezustand und die Gesundheit des Kaninchen werden genau unter die Lupe genommen. Danach vergibt der Preisrichter seine Punktzahl. „Es sind einige Kaninchen dabei, die keine Ausstellungshasen werden. Aber als Spielhasen für die Kinder sind sie super geeignet“, sagt Steffen Sauter. Als nächstes ist Wuschel dran. Selbst ein Laie erkennt, dass dieses Kaninchen gut im Futter steht. Die Waage zeigt die Wahrheit: 3,06 Kilogramm. Normalgewicht wäre etwa 1,6 Kilogramm. „Trotzdem gefällt mir dieser kleine Moppel ziemlich gut“, verrät der Preisrichter. Cara (10) aus Ilshofen hat ihre Milli auch zum Wettbewerb angemeldet. Ihr Farbenzwerg ist erst sechs Monate alt. „Ob sie gewinnen wird, weiß ich nicht. Aber es ist auf jeden Fall spannend, hier dabei zu sein“, gibt die 10-Jährige grinsend zu.
Katharina Gottschalk/Haller Tageblatt

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