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Bericht der bayerischen Hauptclubschau der Groß- und Kleinsilberzüchter, der Groß- und Kleinchinchillazüchter und der Holländerkaninchenzüchter

20.12.2017

© Peter Hänel

Bildergalerie: Bericht der bayerischen Hauptclubschau der Groß- und Kleinsilberzüchter, der Groß- und Kleinchinchillazüchter und der Holländerkaninchenzüchter
Am 21./22.10.2017 fanden in Großwalbur gemeinschaftlich die drei Hauptclubschauen statt. Mit knapp 500 Tieren von 78 Züchtern war ein sehr gutes Meldeergebnis zu verzeichnen.  Die Halle des KTZV Großwalbur bot wieder die beste Rahmenbedingung für eine werbewirksame Darbietung dieser drei  Schauen. Die Bewertung fand am Freitagnachmittag  statt. Obmann war Markus Eber. Die Groß- und Kleinsilber wurden von Peter Wörtmann, Peter Jahn, Christoph Sachs, Patrick Elting und Matthias Vohburger bewertet. Die Groß- und Kleinchinchilla von Horst Völker und Oliver Einsiedler und die Holländer von Peter Hänel und Markus Kynast.

Am Samstag und Sonntag konnte man viele Besucher aus Tschechien, Slowakei, Österreich  und den benachbarten Bundesländer begrüßen.

Hauptclubschau der Groß- und Kleinsilber in der Rassekritik

Den Anfang machten die 24 Helle Großsilber von 6 Züchtern. Hier konnte sich Karl-Heinz Klodwig (Dörfles-Esbach) mit 385,0 Punkte den Hauptclubmeister (HCM) sichern. Leider gab es kein V-Tier. Als Fehler waren zu verzeichnen wenig Bodenfreiheit, Faltige Ohren, breite Ohrhaltung, reichlich loses Brustfell, leichtes durchtreten der Vorderläufe. In den Rassenmerkmalen dunkle Ohren oder Schnauze, Fleckige Decken, oder aufgehellte Unterfarbe.

Bei den Deutschen Großsilber schwarz waren  zwei ZG von zwei Züchtern vertreten. Hier konnte Gerhard Kroker (Schnelldorf)mit 382,5 HCM werden. Eckige Hinterpartie, lose Schulterpartien und wenig Bodenfreiheit wurden kritisiert.
Im Fellhaar gab es wenig zu bemängeln. Leider gab es auch ein Nb wegen weißen Büschel am Kopf.

8 Deutsche Großsilber blau wurden von einem Züchter ausgestellt. Günter Preiß (Bad Rodach) wurde mit 380,0 Punkten HCM. Da in seiner guten ZG leider, wegen weiße Büschel am  Ohrenrand, ein nb Tier stand. Er stellt aber auch ein V- Tier das besonders in der Silberung seine Stärken hatte.

Als einziger Aussteller der 8 Deutschen Großsilber graubraun war Vincenz Wagner (Parsberg). Er wurde mit stolzen 385,0 Punkten HCM. Seine Tiere glänzen besonders mit guten Zwischen- und Unterfarben. Auch im Fellhaar konnte man gute Fellträger erkennen. So wie der mit 97,0 Punkte bewertete Rammler.

Der stärkste Farbenschlag waren die 56 Kleinsilber schwarz. Mit 388,5 Punkten konnte sich Markus Kynast (Helmbrechts) den HCM sichern. Seine Tiere zeichneten besonders gute Körperformen, gleichmäßige Silberung und gute Unterfarben aus. Den Sieger stellte  Andreas Höselmeier (Unterneuhausen) 1,0  97,5 Punkte. Dieser Punktete besonders durch seiner guten Körperform und sehr guten Stand. Weitere V- Tiere stellten Wolfgang Ruhnke 97,5  und Georg Lachenmayer 97,0 Punkte.

Zu den Kritikpunkten zählten eckige Hinterpartien, lose Fellhaut, breite Ohrstellung, faltige Ohren und  wenig Bodenfreiheit.
Der überstehende Ohrsaum war der Hauptkritikpunkt in der Pos. 3. Hier sollten die Züchter vermerkt acht geben. Leider waren zwei Tiere wegen einem weißen Büschel mit nb bewertet worden.

24 Kleinsilber blau von 6 Züchtern wurden ausgestellt. Hier konnte Robin Jugenheimer (Großwalbur)mit 385,5Punkte HCM werden. V- Tiere mit je 97,0 Punkte stellten Walter Angsüsser und Rolf Bär. Körperlich wurde wenig beanstandet. Nur einmal nb wegen Geschlechtsmissbildung. Bei den Rassemerkmalen waren  ungleiche Silberung, fleckige Decken, wenig Silber auf der Blumenoberseite auf den Karten zu lesen.

Bei den 36 Kleinsilber havanafarbig konnte sich die ZG von der ZGM Hänel (Bad Rodach) mit 385,0 Punkte durchsetzten. Sie stellten auch den Sieger eine Häsin mit 96,5 Punkte. Bei ca. 50% der Tiere wurden  Kritiken in der Körperform von den PR festgestellt. Wie z.B. eckige Hinterpartie, verjüngter Bau, abstehende Schenkel, wenig Bodenfreiheit. Leider gab es auch zwei Tiere mit nb. Missbildung an den Hinterschenkel und eines mit starken  Hautfalten an den Hinterschenkeln. Bei den Rassemerkmalen gab es vereinzelt Punktabzüge wegen starker bzw. schwacher Silberung, ungleicher Silberung, helle Deckfarben, wenig Glanz oder aufgehellte Unterfarben.

Bei den 42 Kleinsilber gelb wurde  die ZG von Maria Ebenhöch (Schönsee) mit 386,5 Punkte HCM. Ihre Tiere glänzten vor allen in den Rassemerkmalen und hier besonders in der Unterfarbe 4x die 10,0. Auch hier wurde bei  ca. 50 % der Tiere in der Pos. 2 Punkte abgezogen, wegen eckige Hinterpartien, verjüngten Bau, lose Fellhaut, leichtes durchtreten der Vorderläufe, breiter Ohrstellung, etwas kurze Ohren die nicht zur Körperlänge passten. Das Fellhaar konnte durchweg gefallen. Bei den Rassemerkmalen besonders in der Pos 5  gab es einige Unterschiede in der Deckfarbe. Es gab einige Tiere mit sehr schöner gelber Farbe. Andere zeigten dunkle Ohrenränder oder andere waren schon etwas rötlich. Auch helle Krallen oder sogar helle Augenfarbe konnte man vereinzelt auf den Karten lesen. Die Unterfarben waren durchweg
recht gut. V Tiere konnten Maria Ebenhöch 2x und Bernhard Glas stellen.

Die ZG von Klaus Kynast (Helmbrechts) konnte sich bei den 24 Kleinsilber graubraun mit 388,5 Punkten durchsetzen und wurde HCM. Durchweg konnte man sehr gute Körperformen in den Käfigen bestaunen. Bei den graubraunen gab es prozentual im Verhältnis die meisten V-Tiere. Diese stellten Andreas Maul 97,0 Punkte; Klaus Kynast 1x 97,5 und 1x98,0 Punkte und  Christoph Schmidt 2x97,0 1x 97,5 Punkte. Letzterer stellte die zweitbeste ZG mit 388,0 Punkte.

52 Kleinsilber hell wurden zur Schau gestellt. Mit 388,5 Punkten hatte Hubert Pawlowski (Weitramsdorf) deutlich die Nase vorn und wurde verdient HCM. Schöne Körperformen und Klasse Rassemerkmale zeichneten seine Tiere aus. V-Tiere stellten Hubert Pawlowski 2x97,0; 2x97,5 und einmal 98,0 Punkte und Bernd Wacker 1x 97,0 Punkte. Leider gab es auch 4x nb wegen Wamme, 2x  nb. wegen  Spaltpennis und einmal wegen fehlender Unterfarbe am Afterbereich. Die meisten Punktabzüge waren begründet mit loser Fellhaut, oder lose am Hals, wenig Bodenfreiheit. Das Fellhaar konnte durchweg gefallen. Bei den Rassemerkmalen wurde vermerkt. Dunkle Ohren oder Schnauzbereich, fleckige Decken, reichlich  oder wenig Stich. Die Unterfarben waren im Schnitt recht gut.

Hauptclubschau der Groß- und Kleinchinchilla

Die 40 Großchinchilla konnten recht gut gefallen. Sehr gute Rassevertreter mit guten Körperformen waren vertreten. Auch die Gewichte waren Jahreszeitbedingt sehr gut. Gleich zwei ZG erreichten 387,0 Punkte. Christoph Wanninger(Obergroßzell) musste jedoch wegen der ZG3 Hubert Gögel (Ganacker)den HCM überlassen. Dafür stellte er das Siegertier mit 97,5. Einen Rammler mit sehr gutem Fellhaar und einer wunderschönen Zwischen- und Unterfarbe. Weitere V- Tiere stellte Hubert Gögl 3x 97,0 und 1x 97,5 Punkte. Leider bekam ein Tier ein nb. wegen Geschlechtsmißbildung. In der Pos. 2 fand man vereinzelt die Kritiken loses Brustfell, knochige Rückenlinie, abstehende Schenkel, eckige Hinterpartie. Bei den Rassemerkmale etwas dunkler Kopf fleckige Deckfarbe, helle Brust oder Vorderläufe oder Unsaubere Ohrenränder. Die Unterfarben waren in den meisten Zuchten sehr gut.

Sehr eng an der Spitze ging es bei den 52 Kleinchinchillas zu. Gleich fünf ZG erreichten 386,5 Punkte. Sie kamen aus den Zuchten von Hans Oppel (Neershof), Thomas Winkler, Hildegard Schießl, Kurt Renz und Elke Jahn. Letztere hatte mit 4x19,0 in Körperform und ZG 2 die Nase vorn und wurde HCM. V-Tiere zeigten 1x 97,0; 1x97,5 Punkte Elke Jahn; Kurt Renz 97,0; Hans Oppel 97,0; Hildegard Schießel 97,5 und Manuela Balak 97,5 Punkte. Dieser Rammler wurde auch mit 19,5 in Pos 2 und 14,5 im Fellhaar Sieger bei den Kleinchinchilla. Punktabzüge gab es wegen losen Brustfellen oder schmale Schulterpartien. In den Rassemerkmalen. Fleckige Decken, breite oder verwaschene Zwischenfarbe, Unterfarbe hellt auf. 3 Tiere bekamen nb wegen Ohrenverschluss, Zahnmissbildung und Geschlechtsmissbildung.

Hauptclubschau der Holländerkaninchenzüchter
Den Anfang hier machten die 5 wildfarbig-weißen Holländer von Thomas Leibold (Ottensoos). Er wurde mit 385,0 Punkte HCM. In dieser ZG stand auch ein Rammler mit 97,0 Punkte den eine gute Körperform und Farbe auszeichnete.

Die vier dunkel/eisengrau-weißen Holländer von Georg Klesse machten fürs erste Zuchtjahr keinen schlechten Eindruck. Leider verhinderte das nb. Tier wegen  Geschlechtsmissbildung den Hauptclubmeistertitel.

Mit 32 Tieren waren die schwarz-weißen Holländer der stärkste Farbenschlag. Matthias Vohburger (Rödental) konnte sich mit 387,0 Punkte den HCM sichern. Die ZG punktete vor allem in den Rassemerkmalen. V- Tiere stellten Matthias Vohburger und Peter Wörtmann (Haßfurt)  mit je 3x97,0 Punkte. Letzterer stellte den Sieger. Dieser Rammler hatte seine Vorzüge im Typ und in der Kopfzeichnung. Als negative Kriterien konnte man auf den Bewertungsurkunden eckige Hinterpartien, loses Brustfell, wenig Bodenfreiheit lesen. Im Fellhaar gab es wenig Kritikpunkte. Bei den Rassemerkmalen wurde ungleiche Manschetten oder Backenzeichnung, Ringzacke, schiefer Ring oder durchsetzte Ohrenränder vermerkt.

Als einziger Austeller zeigte Hannes Hutzler (Simmelsdorf) 8 blau-weiße Holländer. Sie präsentierten sich wieder in sehr guter Qualität. Sehr gute Typen mit guten Rassemerkmalen waren vertreten. Er wurde mit 386,0 Punkte HCM. Zudem stellte er einen feien Rammler mit 97,0 Punkten aus der besonders in der Kopfzeichnung und einer satten Farbe bestach. Leider stand in dieser   ZG eine Häsin mit nb. wegen Zahnmissbildung.

Die 12 gelb-weißen Holländer präsentierten sich in unterschiedlicher Qualität. In der Position 2 wurde oft die eckigen Hinterpartien, verjüngter Bau, loses Brustfell bemängelt. Neben den Zeichnungsfehlern wurde in der Pos. 6 rußiger Anflug an den Ohren oder eine etwas dunkle Zeichnungsfarbe beanstandet. HCM wurde Josef Stenglein (Drossendorf) mit 383,0 Punkte.
 
21 havannafarbig-weiße Holländer von 3 Züchtern waren vertreten. Die Nase hatte Bernd Schuhmann (Königsberg i. Bayern) mit 387,0 Punkte vorn und wurde HCM.  V- Tiere zeigten Bernd Schuhmann 1x97,0 ;1x 97,5 und Sascha Martin 1x97,5 Punkte. Auffallend war die Häufige negative  Bemerkung der breiten Ohrhaltung der Tiere. Dies machte sich besonders in den Käfigen bemerkbar. Hier sollte man züchterisch  entgegen wirken. Neben den Zeichnungsfehler wie Ringzacken, Genickeinläufer oder Genickausläufer wurden auch vermehrt weiße durchsetzte Ohrenränder festgestellt.

Die 16 japanerfarbig-weißen Holländer konnten die Qualität der Vorjahre leider nicht erreichen. Besonders in der Körperform wurden Mängel wie loses Brustfell, abstehende Schenkel, eckige Hinterpartien festgestellt. Dennoch konnte man ansprechende Zeichnungen und Farben bestaunen. Hauptclubmeister wurde Matthias Vohburger (Rödental) mit 382,0 Punkte. Leider erhielt ein Tier ein nb. wegen einheitlich gefärbten  Kopf mit gleicher Farbe an den Ohren.

Einen schönen Abschluss machten die 13 chinchillafarbig-weißen Holländer von zwei Züchtern. HCM wurde mit 384,5 Punkten Günther Scharrer(Holzkirchen). Er stellte auch zwei V-Tiere mit 97,0 Punkte aus die besonders in der Fellqualität glänzten. Leider stand in einer ZG ein nb wegen Ohrverschluss. Aber dennoch gefielen sie mit sehr guten Körperformen und guten Fellen.
Bildergalerie: Bericht der bayerischen Hauptclubschau der Groß- und Kleinsilberzüchter, der Groß- und Kleinchinchillazüchter und der Holländerkaninchenzüchter

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