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Schutz vor Nagern

Die meisten Menschen wissen über Ratten und Mäusen nur sehr wenig. Das kommt daher, weil diese Tiere heimlich sind. Sie verlassen ihre sicheren Verstecke meist nur des Nachts und sind insgesamt sehr vorsichtig, so dass man ihrer nur selten ansichtig wird. Oft ist es so, dass man nur indirekt auf ihr Vorkommen schließen kann, wenn man die Folgen ihres Eindringens anhand von Spuren oder am weggefressenen Futter erkennt.

Ratten und Mäuse leben den Sommer über häufig draußen in der freien Landschaft, wo sie irgendwelche ihnen zusagende Orte besiedeln. Doch wenn das Wetter unwirtlicher wird, die Tage kürzer werden, es langsam frischer und dann kälter wird, zieht es viele der „Grauen“ zu den menschlichen Behausungen hin. Da werden zunächst in der freien Landschaft die Feldscheunen oder Gartenhäuschen aufgesucht. Weil es dort aber meist nicht genug zu fressen gibt, zieht es die Nager zu den freistehenden Tierbehausungen hin. Später wandern sie dann nicht selten sogar in die menschlichen Wohngebäude ein.

Diese Wanderbewegungen geschehen fast unmerklich, bis die kleinen Nager schlussendlich auch unsere Kleintierställe aufsuchen. Hier geht es ihnen dann in der Tat verhältnismäßig gut, wenn der Züchter nicht aufpasst und Futtermittel erreichbar sind. Auch das Trinkwasser in den Ställen nutzen die Nager natürlich gerne mit.

Die eigentliche Gefahr, die von diesen Tieren ausgeht, ist die Übertragung gefährlicher Krankheiten auf unsere Haustiere. Vor allen Dingen ist das dann der Fall, wenn sie an das Futter und Trinkwasser der Haus­tiere gelangen können. Sie geben dann allerlei Keime ab, die die Kaninchen und andere Tiere krank machen können. Wenn große Futtervorräte offen bereitstehen, springen die Nager hinein, fressen davon, geben Kot und Urin ab und verunreinigen das Futter. Denn vor allem mit den Ausscheidungen können Keime ins Futter gelangen. Das solcherart verunreinigte Futter kann anschließend also nicht mehr gebraucht werden, und dadurch kann erheblicher Schaden verursacht werden.

Nun beziehen die Nager allerhand alte Bauten, die sich oft tief unter den Tierstallungen befinden. Sie sind hier im Grunde unangreifbar. Man kann sie nur nach und nach wegfangen. Während Ratten in Rudeln leben, sind Mäuse einzelgängerisch veranlagt und besetzen ein bestimmtes Revier. Fängt man ein Tier, so kommt von draußen sofort der nächste Nager und besetzt die Stelle seines Vorgängers. Insofern ist eine dauerhafte Bekämpfung angesagt.

Ratten sind äußerst intelligent und vorsichtig. Wird zum Beispiel Gift in Ködern ausgelegt, so fressen daran zunächst nur unerfahrene, meist junge Tiere. Erst wenn diese unauffällig weiterleben, gehen auch ältere Ratten an ein solches Futter heran. Deswegen erwischt der Züchter immer nur eine gewisse Anzahl, oder es werden nur wenige Tiere vergiftet. Die andern Ratten rühren die Giftköder nicht mehr an.

Werden bestimmte Plätze mit Kumarin und ähnlichen Mitteln behandelt, so werden den Ratten diese Orte bald „unheimlich“, sie wandern ab, weil ihnen die unerklärlichen Todesfälle im Rudel sagen, dass es da nicht mit rechten Dingen zugeht. Kommen Überschwemmungen, so setzen sich Junggesellen als „lebende Pfropfen“ in die Zuwege des Wassers zu den unterirdischen Bauen und schützen damit den Rest des Rudels vor dem Ertrinken. Es ist also nicht so einfach, diesen Tieren beizukommen. Und haben sie sich einmal in einer Außenanlage festgesetzt, wird es schwerer. Dennoch muss die beständige Bekämpfung weitergeführt werden.

Natürlich ist auch der Komposthaufen mit seinen Abfällen geeignet, um Nager anzuziehen. Gibt man regelmäßig Kalk hinzu, verleidet man den Nagern die Sache. Auch hilft es, die Haufen immer wieder mit Erde zu behäufeln und fest anzuklopfen, weil das die lockenden Gerüche minimiert.

Natürlich fallen Ratten und Mäuse auch in Lagerräume ein. Beim Heu und Stroh suchen sie nach Samenkörnchen. Streut man zwischen den Lagen etwas Salz ein, so lecken die Nager davon, bekommen unweigerlich Durst und wandern ab, wenn sie diesen nicht stillen können. Lagerräume müssen gut schließende Türen und Fenster haben, damit die ungebetenen Gäste erst gar nicht eindringen können. Futtervorräte füllt man in nagersichere Behälter, damit sie auf keinen Fall von den Nagetieren heimgesucht werden. Angefressene Früchte beginnen an den Verletzungsstellen zu faulen. Oft kann schon eine eingedrungene Maus, die nicht bemerkt wurde, großen Schaden am Futtervorrat anrichten.

Es kommt vor, dass die Nager Jahr für Jahr ihre angestammten Quartiere unter den Stallungen beziehen und von hier aus immer wieder in die angrenzenden Gärten wandern, wenn mildes Wetter herrscht. Hier gehen die Tiere dann an die im Boden steckenden Wurzelfrüchte oder benagen gar die Wurzelhälse von Obstbäumchen und sonstigen Gehölzen. Den Schaden nimmt man dann oft erst im Frühling wahr, wenn es längst zu spät ist.

Am Haus und bei Innenanlagen helfen natürlich auch enge Gitter. Aber man ist erstaunt, durch welch enge Maschen sich die Jungmäuse noch hindurchzwängen können. Finden sie dann Futter und Unterschlupf, so wachsen sie schnell heran und beginnen ihr zerstörerisches Werk. Es gilt also immer, aufmerksam zu sein, um im Zweifelsfall sofort zu handeln. Wohl dem, der eine aufmerksame Katze sein Eigen nennt.

 

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