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Liebe Leserinnen und Leser,
 
in Ausgabe 13/14|2014, S. 49, veröffentlichten wir eine Pressemitteilung der Pressestelle der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz e.V. (TVT) zur gesetzlichen Regelung beim Tierverkauf. Zwischenzeitlich wurde diese Pressemitteilung allerdings aktualisiert und dabei herausgestellt, dass Rassekaninchenzüchter davon nicht direkt betroffen sind.
Im Gespräch mit der Redaktion der Kaninchenzeitung bedauerte Dr. Gerlinde von Dehn von der Pressestelle der TVT dieses Malheur, wies aber darauf hin, dass es im Sinne des Tierschutzes wünschenswert wäre, wenn auch Züchter beim Verkauf von Kaninchen an nicht geschulte Privatpersonen schriftliche Informationen ausreichen.
In dieselbe Kerbe schlägt übrigens ZDRK-Präsident Erwin Leowsky in seiner auf Anfrage der Redaktion verfassten Stellungnahme zu dieser Veröffentlichung. Natürlich wollen wir Ihnen beide Mitteilungen nicht vorenthalten.
 
Ihre Redaktion


 
Es tut nicht weh, Regeln einzuhalten
Zuschrift zum Leserbrief „Infos zu neuen Regelungen“ in Ausgabe 17/18|2014, S. 41

Der Leser hat in einigen Dingen Recht, größtenteils betrifft es die Händler; er hat auch zum Teil Recht, dass im § 14 der gültigen AAB der Tierverkauf geregelt ist, aber nur intern − für unsere Ausstellungen. Wenn wir organisierten Züchter untereinander Tiere verkaufen oder weitergeben, gibt es keinerlei Probleme, da es sich auf beiden Seiten um aktive und geschulte Züchter handelt bzw. handeln sollte. Wenn aber ein Züchter auf einer Ausstellung oder am Stall ein Tier an eine Privatperson verkauft, welche nicht organisiert ist, sollte eine Aufklärung stattfinden und eine schriftliche Absicherung, dass das Tier in sichere Hände kommt sowie art- und tiergerecht gehalten wird. Namen und Adresse sollten unbedingt ausgetauscht und festgehalten werden, ein „Muss“ ist das noch nicht. Wir müssen aber aufpassen, dass wir uns nicht gegenseitig das Leben schwer machen, indem wir auf jeden „Schmarren“ reagieren. Die Änderungen, die vonseiten der Ministerien getätigt wurden, betreffen uns Rassekaninchenzüchter am wenigsten, und es tut uns auch nicht weh, diese einzuhalten. Wenn wir unser Hobby wie immer zuverlässig betreiben und uns an die Regeln bzw. eigenen Richtlinien und Bestimmungen halten, werden wir noch viele Jahre mit Begeisterung und Freude unserem schönen Hobby, der Rassekaninchenzucht, nachgehen können − ohne Schwierigkeiten mit Tierschützern oder Behörden.

Erwin Leowsky
Präsident des ZDRK

 

Kein Muss, aber eine Empfehlung!

Aktualisierte Fassung der Pressemitteilung der TVT aus Ausgabe 13/14|2014, S. 49

Sehr geehrte Damen und Herren,
ab 1. August schreibt das Tierschutzgesetz vor, dass Tierzüchter bei Abgabe von Wirbeltieren schriftliche Informationen über die Haltung der Tiere abgeben müssen. Mangelnde Kenntnis der Anforderungen an eine tierschutzgerechte Haltung von Tieren ist häufig Grund für eine tierschutzwidrige Tierhaltung. So die Begründung zur Gesetzesänderung § 21 Tier-SchG bezüglich der Informationspflicht bei Abgabe von Wirbeltieren. Im Gesetzestext ist nur der gewerbsmäßige Händler erwähnt und nicht der Züchter. Die TVT empfiehlt die Informationsabgabe auch dieser Gruppe. Aus formaljuristischen Gründen schicken wir Ihnen die aktualisierte Fassung der Presseinformation der TVT.
 
Mit freundlichen Grüßen
Dr. med. vet. Christiane Hack

 
 
Händler müssen bei Abgabe von Tieren schriftliche Informationen über die Haltung der Tiere mitgeben: TVT- Merkblätter geeignet und kostenlos im Internet
 
Ganz gleich ob Kaninchen, Vogel, Fisch oder Schlange, wer ab dem 1. August 2014 ein Tier als Haus- oder Heimtier vom Händler kauft, muss dazu schriftliche Informationen über die wesentlichen Bedürfnisse des Tieres erhalten. Dies wurde in der letztjährigen Änderung des Tierschutzgesetzes festgelegt.
Mit dieser Regelung soll sichergestellt werden, dass die neuen Besitzer über die tierschutzgerechte Haltung ihrer Schützlinge informiert sind und so ihre Tiere angemessen halten und versorgen: Tierschutzgesetz § 21 (5) Nr. 2 dass „…derjenige, der gewerbsmäßig mit Wirbeltieren, außer landwirtschaftlichen Nutztieren, handelt, ab dem 1. August 2014 sicherzustellen hat, dass bei der erstmaligen Abgabe eines Wirbeltieres einer bestimmten Art an den jeweiligen künftigen Tierhalter mit dem Tier schriftliche Informationen über die wesentlichen Bedürfnisse des Tieres, insbesondere im Hinblick auf seine angemessene Ernährung und Pflege sowie verhaltensgerechte Unterbringung und artgemäße Bewegung, übergeben werden…“.
Hilfe bietet hier die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V. (TVT). Sie ist ein Verein von Tierärzten mit verschiedenen Spezialgebieten, die für wirksamen und zielgerichteten Tierschutz eintreten. Die Arbeit der TVT basiert auf ethischen Überlegungen, Fachkompetenz, wissenschaftlichen Erkenntnissen und praktischen Erfahrungen. Seit Jahren veröffentlicht die TVT Merkblätter zur Haltung verschiedener Arten, die kostenlos auf der Webseite www.tierschutz-tvt.de heruntergeladen werden können. Auf wenigen Seiten werden hier die Ansprüche der verschiedenen Tierarten an Ernährung, Pflege, verhaltensgerechte Unterbringung und Bewegung ebenso wie notwendige tierärztliche Behandlungen etc. für Laien verständlich dargestellt. Die Merkblätter sind immer auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft, so dass die Händler einfach die Merkblätter ausdrucken, ihren Kunden mitgeben können und damit die Anforderung erfüllen. Dieses Vorgehen empfiehlt die TVT auch den Züchtern. Inzwischen gibt es Merkblätter zu folgenden Tierarten, wobei ständig neue Spezies dazukommen: Säugetiere – Chinchillas, Degus, Frettchen, Goldhamster, Kaninchen, Mäuse, Meerschweinchen, Mongolische Rennmäuse, Ratten, Zwerghamster; Vögel – Agarporniden (Unzertrennliche), Amazonen, Graupapageien, Kanarienvögel, Nymphensittiche, Wellensittiche; Reptilien – Bartagamen, Europäische Landschildkröten. Auch Informationen zu weiteren Tierarten wie Hunden, Katzen und Pferden sind übrigens auf www.tierschutz-tvt zu finden.
 
Pressestelle der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz e.V.
Dr. Gerlinde von Dehn


Die unter der Rubrik „Der Leser hat das Wort“ veröffentlichten Leserzuschriften stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen und Klarstellungen vor. Leserzuschriften können nur mit Namen und Wohnort des Einsenders zum Abdruck gebracht werden. Für die Richtigkeit der Angaben kann die Redaktion keine Verantwortung übernehmen.

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