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Rasse des Jahres 2017

19.01.2017

Catwalk der Kaninchen

Wahl zum Rassekaninchen des Jahres 2017 steht bevor

Auch in diesem Jahr wird wieder die Wahl der Rasse des Jahres durchgeführt, die diesmal aber nicht mit einer Großveranstaltung wie der 32. Bundes- Kaninchenschau im Dezember 2015 beginnt, sondern mit der 26. Bundes- Rammlerschau (BRS) am 12. Februar 2017 endet. Für diese Wahl wurde wieder unter www.rassedesjahres.zdrk.de eine eigene Internetseite eingerichtet. Gewählt werden können in diesem Jahr die jeweils mit einer Kurzbeschreibung und einem Foto in diesem Beitrag beschriebenen Rassen.

Formalien

  • Wahlzeitraum ist von Montag, 16. Januar, bis Sonntag, 12. Februar 2017. Gewählt werden kann per Post über die Fachzeitschrift: Redaktion „Kaninchenzeitung“,
  • HK-Verlag, Michael F. Krause, Redaktionsbüro Berlin, Wilhelmsaue 37, 10713 Berlin (Datum des Poststempels ist entscheidend)
  • per Stimmkarte; die Ausgabe erfolgt bei der 26. BRS am 11./12. Februar 2017 in den Messehallen in Erfurt (am Einlass sowie an den Messeständen des ZDRK und HK-Verlags) und kann dort bis zum Schauende am Sonntag am ZDRK-Informationsstand sowie am HK-Stand abgegeben werden.
  • über die Internetseite www.rassedesjahres.zdrk.de; Wahl im Internet bis 0.00 Uhr. Um zu verhindern, dass von einem Wähler mehrfach abgestimmt wird, ist für die Wahl über das Internet die E-Mail-Adresse entscheidend, über die jeweils nur einmal abgestimmt werden kann.
Pünktlich zum Start wird ZDRK-Webmaster Michael Lederer wieder die Online-Formulare zur Wahl auf der genannten Homepage freischalten. Nach dem Ende der Aktion werden die abgegebenen Stimmen in der Redaktion der Kaninchenzeitung und vom Webmaster des ZDRK ausgezählt. Hinzu kommen die am Stand anlässlich der 26. BRS in Erfurt abgegebenen Stimmen. Ab Mitte März wird dann das Ergebnis in der Fachpresse sowie von den Internetplatt- formen veröffentlicht. Die Internetplattformen, Verbände, Clubs und Vereine, die diese Aktion unterstützen bzw. mitgestalten möchten, können natürlich auch diesmal wieder ein Banner, das auf die Aktion hinweist, auf ihre Homepage setzen.

Medienwirksame Aktion

Weil die Redaktionen der Lokalpresse erfahrungsgemäß in der Zeit vor Ostern dank der Symbolfigur des Osterfestes, dem Osterhasen, recht interessiert an Texten und Fotos rund um die Rassekaninchenzucht sind, wurde auch in diesem Jahr der Zeitpunkt der Wahl so gelegt, dass die Veröffentlichung des Ergebnisses in den Fachzeitungen und in den Internetportalen noch rechtzeitig vor Ostern erfolgen kann und somit auch von den örtlichen Vereinen entsprechende Werbeaktionen in der Lokalpresse rund um Ostern möglich sind. Deshalb wird mit der Veröffentlichung des Ergebnisses der Wahl in der Fachpresse und auf den Internetseiten die Siegerrasse vorgestellt und zeitgleich in einem Porträt an die Medien (etwa Deutsche Presseagentur, Redaktionen von Fachzeitschriften für Hobbytiere sowie Rundfunk- und Fernsehredaktionen) gegeben. Das Ergebnis der Wahl des vorigen Jahres wurde von zahlreichen Kaninchen- und Kleintierzuchtvereinen vor Ort als „Aufhänger“ benutzt und mit allgemeinen Informationen über den Verein bzw. Verband und die Rassekaninchenzucht ganz allgemein an die Redaktionen der Tageszeitungen gegeben. Zum Teil wurden ganz gezielt Züchter der Siegerrasse in den Lokalnachrichten vorgestellt. Somit konnte vor Ort eine hervorragende Werbung und Öffentlichkeitsarbeit für unser Hobby betrieben werden. Dankenswerterweise unterstützen auch in diesem Jahr wieder neben den offiziellen Fachorganen ebenso die großen Internetplattformen diese Aktion, um auf die Wahl aufmerksam zu machen und möglichst viele Interessierte und Begeisterte der Rassekaninchenzucht zu erreichen. Die Vorschläge der zu wählenden Rassen/Farbenschläge kamen von den Nutzern des Rassekaninchenzuchtforums (RKZ-Forum) im Internet und wurden dann von Markus Eber, ZDRK-Referent für Schulung und Zuchtwesen, zur Wahl freigegeben. Die Entwürfe für die Kurzbeschreibungen der Rassen wurden erneut vom RKZ-Forum zugearbeitet, und von dort stammt auch das Aktions- Banner, das in der Fachzeitschrift, auf der Internet-Sonderseite und in den Internetportalen veröffentlicht wird.

Kurzbeschreibungen der Kaninchenrassen

DEUTSCHE RIESEN, SCHWARZ

Deutsche Riesen sind die größte aller anerkannten Kaninchenrassen, mit einem Idealgewicht von 7 bis 11,5 kg. Als Urahnen werden die Belgischen Riesen angesehen, die sich um 1900 auch in Deutschland verbreiteten. Die Tiere zeichnen sich besonders durch ihre tiefschwarze Farbe und das glänzende Fell aus. Aktuell wird dieser Farbenschlag laut TGRDEU in 34 Zuchten in Deutschland gezüchtet.

HASENKANINCHEN, ROTBRAUN

Das Hasenkaninchen soll, wie es der Name schon sagt, mit der rassetypisch hohen Stellung und Wölbung des Rückens dem Feldhasen ähneln. Es stammt vom belgischen Landkaninchen ab und wurde um 1900 in Deutschland eingeführt. Die Feingliedrigkeit ist das einzigartige Merkmal diese Rasse. Bei diesem Farbenschlag wird eine intensiv rötliche Deckfarbe verlangt. Aktuell sind 638 Zuchten in Deutschland erfasst. Das Idealgewicht liegt zwischen 3,50 und 4,25 kg.

MECKLENBURGER SCHECKEN, BLAU-WEISS

Dieser Farbenschlag der Mecklenburger Schecken wurde um 1980 in Deutschland erzüchtet. Obwohl die Mantelscheckung bei allen Widderassen weit verbreitet ist, ist diese Zeichnung unter den größeren Rassen mit Stehohren nur bei den Mecklenburger Schecken vertreten. In den vergangenen Jahren konnten auf verschiedenen Schauen hochprämierte Vertreter dieser Rasse präsentiert werden. Das Idealgewicht liegt zwischen 4,50 und 5,50 kg. Aktuell wird dieser Farbenschlag in 66 Zuchten im Bereich des ZDRK gezogen.

DEUTSCHE KLEINWIDDER, GELB

Deutsche Kleinwidder sind in den 1960-er Jahren erzüchtet worden und haben in den vergangenen Jahrzehnten eine explosionsartige Verbreitung gefunden. Das Idealgewicht liegt zwischen 3 und 3,50 kg. Mittlerweile sind zahlreiche verschiedene Farbenschläge anerkannt. Der Gelbe in Verbindung mit dem Widder- Typ wirkt sehr attraktiv, fristet allerdings häufig ein Schattendasein. Es sind aktuell nur zehn Zuchten registriert.

HOLLÄNDER, JAPANERFARBIG-WEISS

Bereits im 16. Jahrhundert wurden- Kaninchen mit Holländerzeichnung auf Bildern dargestellt. Als Ahnen sind die belgischen „Brabanter Kaninchen“ anzusehen. In England wurde diese Rasse „verfeinert“ und so entstanden die Holländerkaninchen, die sich in vielen Ländern verbreiteten. In Deutschland wurde diese Rase um 1880 bekannt. Kurze Zeit später wurden auch schon die ersten japanerfarbigen Holländer ausgestellt. Das Zusammenspiel der Holländer- und der Japaner-Zeichnung erfordert eine besondere züchterische Leistung. Das Idealgewicht beträgt zwischen 2,50 und 3,25 kg. Immerhin 126 Zuchten im ZDRK haben sich diesem hohen Schwierigkeitsgrad gestellt.

SACHSENGOLD

Dieser Vertreter der kleinen Rassen wurde in den 1950-er Jahren in der ehemaligen DDR erzüchtet und 1960 dort anerkannt. Zuchtziel ist ein blockiges Kaninchen mit seinem typischen rotgelben Fell. Diese Rasse mit einem Idealgewicht von 2,75 bis 3,25 kg hat sich im gesamten Gebiet des ZDRK auf aktuell 775 Zuchten verbreitet und wird auf vielen Ausstellungen präsentiert.

FARBENZWERGE, MARDERFARBIG BRAUN

Die kleinste der laut Standard zugelassenen Kaninchenrassen mit einem Idealgewicht von 1,10 bis 1,35 kg ist in Sachen Farbspektrum riesig. Es stehen 50 verschiedene Farbenschläge zur Auswahl. Die marderfarbigen Farbenzwerge sind eine schwer zu züchtende Rasse. Auf der einen Seite steht das Zwergen-Gen, das für die Kleinwüchsigkeit verantwortlich ist, und auf der anderen Seite sind die Abzeichen der Marderkaninchen zu beachten, die spalterbig sind. Deshalb zeigt nur ein Teil der Nachkommen die typischen Anforderungen der Marderfarbe. Für viele Züchter, die sich diesen hohen Anforderungen verschrieben haben, macht jedoch genau das den Reiz dieser Kombination aus. Farbenzwerge, marderfarbig braun, werden heute in sehr guter Qualität auf Ausstellungen gezeigt. Es sind allerdings aktuell nur 16 Zuchten registriert.

SATIN-THÜRINGER

Das Satinkaninchen ist eine der wenigen Rassen, die nicht in Europa erzüchtet wurden, sondern deren Ursprung um 1930 in den Vereinigten Staaten liegt. Diese Rasse schaffte den Sprung über „den großen Teich“ und erfreut sich auch in Deutschland einer großen Beliebtheit. Die typische Zeichnung der Thüringerkaninchen kommt in Verbindung mit dem Satinglanz bei diesen Tieren, die ein Idealgewicht von 3,25 bis 4 kg haben, besonders gut zur Geltung. Aktuell gibt es 139 Zuchten in unserem Verband.

CHIN-REXE

Rexkaninchen entstanden um 1920 in Frankreich. In den ersten Jahren war diese Rasse eine „Moderasse“, die zu horrenden Preisen gehandelt wurde und sich schnell über ganz Europa verbreitete. Auch die chinchillafarbigen Vertreter wurden bereits um 1925 in Deutschland gezüchtet. Das typische kurzhaarige Rexfell und die teilalbinotische Chinchillafarbe sind das Markenzeichen dieser schönen Tiere, deren Idealgewicht zwischen 3,25 und 4,50 kg liegt. Aktuell gibt es 88 Zuchten mit dieser Rasse im ZDRK.

JAMORA

Diese besondere Rasse wurde erst 1993 in den Standard aufgenommen. Ziel war es, kleine bunte Langhaarkaninchen zu züchten. Mit einem Idealgewicht von 2 bis 2,50 kg, der Zeichnung eines Japanerkaninchen und dem Langhaar (angoraähnliches Fell, das nicht geschoren wird, und ohne den Kopfschmuck des Angorakaninchens) ist dem Erzüchter eine besonders aparte Rasse gelungen. Es ist eigentlich verwunderlich, dass diese schönen Tiere bisher immer noch ein Schattendasein fristen. Leider haben sich nur wenige Züchter der Aufgabe gestellt, diese Rasse zu erhalten und zu verbreiten, denn aktuell gibt es nur 15 Zuchten.

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