1 Half Banner Top

2 Full Banner Top / 3 Super Banner Top

Aktuelle Ausgabe

Ausgabe 10|2019

04.10.2019

Unsere Themen:

Lang, schlank und stolz – Hasenkaninchen verkörpern einen besonderen Typ: Als Dr. Fritz Poppe, der legendäre Verleger des Leipziger „Züchters“, 1900 Originalimporte für teures Geld aus England anstellte, waren Hasenkaninchen auf dem europäischen Festland nicht nur bekannt. Nein, bereits Jahrzehnte zuvor war über ihre Herkunft philosophiert worden. Der hoch gestellte Typ und die verhältnismäßig langen Läufe ließen damals die Theorie aufkommen, es müsse sich bei den Hasenkaninchen um Kreuzungen aus Hasen und (Wild-)Kaninchen, sogenannte Leporiden, handeln. Solche wurden fleißig angeboten und für gutes Geld an den Mann gebracht. Schnell wurde man sich jedoch des Irrtums bewusst, und das ohne einschlägige Kenntnis der Genetik. Die Entwicklung der Rasse blieb schon frühzeitig nicht auf England beschränkt. In der Schweiz wurden mit sandig gelbroten, glänzenden Kaninchen, die ihre Ahnen in Linien Belgischer Riesen hatten, recht großrahmige Hasenkaninchen gezüchtet. Englische Importe um die Wende zum 20. Jahrhundert trugen dazu bei, dass sich die Rasse fortan sehr einheitlich präsentierte. Der frühe Einfluss der Hasenkaninchen auf die Schweizerische Rassekaninchenzucht wird noch heute sehr deutlich. Nach Deutschland kamen die Hasenkaninchen als recht gefestigte Rasse. Kontinuierlich gewannen sie an Verbreitung. Damals wie heute ziehen sie ihre Züchter oft derart in ihren Bann, dass diese ihnen ein Züchterleben lang die Treue halten. Lesen Sie mehr im Rasseporträt ab Seite 4.

Durchhänger –Über die Hoden, ihre Funktion und den dehnbaren Hautsack, der manchmal Probleme macht: Für Kaninchenzüchter sind sie ein hin und wieder auftretendes Problem – deutlich niedrig hängende Hoden bei Rammlern. Vermehrt sind davon sogenannte Wirtschaftsrassen betroffen. Züchter bezeichnen dieses Problem je nach Ausgeprägtheit als „Hängehoden“ oder „Schlepphoden“. Bei Ausstellungen strafen Preisrichter diese anatomische Auffälligkeit als leichten (Hängehoden) beziehungsweise schweren Fehler (Schlepphoden, berührt den Boden). Tatsächlich befinden sich die Hoden eines Rammlers normalerweise dicht an seinem Körper; und es gibt kaum wissenschaftliche oder medizinische Informationen über niedrig hängende Hoden beim Kaninchen, deren Ursachen und Folgen. Lesen Sie mehr ab Seite 31.

Ein Bayer für Württemberg:
Die Übergänge vom Kaninchenhalter zum Rassekaninchenzüchter sind oft fließend, so auch bei Markus Wohlfahrt. Kaninchenfleisch bereicherte schon lange den Speiseplan der Familie Wohlfahrt, und als ein befreundeter Züchter Markus Wohlfahrt im Jahr 2005 für die Rassekaninchenzucht begeisterte, zogen Burgunder in die Stallanlage in Insingen ein. Insingen ist eine bayerische Gemeinde im Landkreis Ansbach in Mittelfranken, doch das rechte Ohr der Burgunder ziert das „Z“ des Landesverbands Württemberg-Hohenzollern. Der Zuchtfreund stammt zwar auch aus Insingen, ist aber schon lange Mitglied in dem nur wenige Kilometer entfernten Verein in Brettheim, ein Ortsteil von Rot am See, das auf der westlichen Seite der Landesgrenze zwischen Bayern und Baden-Württemberg liegt. Den Schritt vom Halter zum Züchter möchte der 49-jährige Maschinenschlosser nicht missen. Schnell wird im Gespräch mit der Kaninchenzeitung klar, dass Markus Wohlfahrt die Rassekaninchenzucht lebt und liebt, trotzdem aber einen sehr differenzierten Blick auf das große Ganze hat. Lesen Sie unser Interview ab Seite 40.

Neugierig geworden? Dann bestellen Sie doch unser Testabo!

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr