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Zwergschecken schwarz-weiß

Zwergschecken (schwarz-weiß) © Kaninchenzeitung

Herkunft:

Deutschland um 2000

Abteilung IV: Zwergrassen

Zwergschecken (ZwSch)

Bewertungsskala

Punkte
1. Gewicht 20
2. Körperform, Typ und Bau 20
3. Fellhaar 15
4. Kopfzeichnung 15
5. Rumpfzeichnung 15
6. Farbe 10
7. Pflegezustand 5
  100

Gewichtsbewertung

1,20 bis 1,25 bis 1,30 bis 1,40 1,40 bis 1,80 bis 1,90 Höchstgewicht
16 17 18 19 20 19 1,90 kg

1. Gewicht

Normalgewicht über 1,4 bis 1,8 kg. Mindestgewicht 1,2 kg, Höchstgewicht 1,9 kg.

2. Körperform, Typ und Bau

Der Körper ist relativ gedrungen, vorne und hinten gleichmäßig breit; die Rückenlinie ist recht kurz und hinten gut abgerundet. Die Läufe sind entsprechend dem Zwergtyp kurz. Die Blume entspricht dem Größenrahmen und liegt fest am Körper an. Rammler und Häsin sind frei von jeglichem Wammenansatz.
Der Kopf ist kurz und kräftig sowie dicht am Körper angesetzt. Er tritt auch bei der Häsin markant in Erscheinung. Die Schnauz- und die Stirnpartie sind relativ breit ausgeprägt (Stirnbreite beim Rammler in Augenhöhe ca. 5,5 cm, bei der Häsin ca. 5 cm). Die Ohren entsprechen dem Größenrahmen und dem Typ der Zwergschecken. Sie werden zusammenstehend, nach oben leicht v-förmig geöffnet getragen. Sie sollen kräftig und fest im Gewebe und oben schön abgerundet sein. Die Ohrenlänge gilt mit ca. 6,5 cm als ideal. Die Mindestlänge beträgt 5,5 cm, die Höchstlänge 8 cm.

Leichte Fehler: Siehe »Allgemeines«. Ferner: Etwas kurze Ohren unter 6,0 cm und etwas lange Ohren über 7,0 cm – bis zu einem Punkt Abzug je nach Abweichung.
Schwere Fehler:
Siehe »Allgemeines«. Ferner: Ohrenlänge unter 5,5 cm oder über 8 cm.

3. Fellhaar

Das Fellhaar ist entsprechend dem Größenrahmen der Zwergschecken verhältnismäßig kurz. Es ist dicht im Unterhaar, von feiner Struktur und zeichnet sich durch eine feine, gleichmäßige Begrannung ohne weit überstehende grobe Haarspitzen aus. Die Ohren sind gut behaart.

Leichte und schwere Fehler: Siehe »Allgemeines«.

4. Kopfzeichnung

Die Kopfzeichnung besteht aus dem Schmetterling, den Augenringen, den Backenpunkten und der Ohrenzeichnung. Der Schmetterling soll gut ausgeprägt sein. Dazu gehören ein schön abgerundeter Dorn und volle Flügel, die den Unterkiefer beidseitig einfassen. Die Augenringe sind geschlossen und gleichmäßig breit. Die oben am Augenring auftretende kleine Zacke gilt nicht als Fehler. Die Backenpunkte stehen frei unter den Augenringen, sie sind rund oder oval geformt. Die Ohrenzeichnung ist an der Ohrenwurzel übergangslos abgegrenzt; ein kleiner Ausläufer der Ohrenzeichnung in der Stirnmitte bleibt unberücksichtigt.

Leichte Fehler: Gezackter Schmetterling; unschöner Dorn. Einseitiges Fehlen der Unterkiefereinfassung. Ungleichmäßige, grobe Augenringe. Unreine Ohrenansätze. Kleine farbige Flecken am Kopf (Spritzer).
Schwere Fehler:
Unvollständiger Schmetterling; fehlender Dorn; große Zacken in den Schmetterlingsflügeln. Gänzlich fehlende seitliche Unterkiefereinfassung. Am Unterkiefer geschlossene Einfassung. Anhängender Backenpunkt; Fehlen eines oder beider Backenpunkte; doppelter Backenpunkt ein- oder beidseitig. Nicht geschlossener Augenring; Zusammenhängen eines oder beider Augenringe mit dem Schmetterling oder der Ohrenzeichnung.

5. Rumpfzeichnung

Die Rumpfzeichnung wird vom Aalstrich und der Seitenzeichnung gebildet.
Der Aalstrich geht gleichmäßig breit (etwa 1,5 bis 2 cm) vom Genick bis zur Blumenspitze durch.
Die Seitenzeichnung besteht aus einzelnen, möglichst frei stehenden, nicht zu großen Flecken von etwa 2 bis 3 cm Durchmesser. Sie sollen auf beiden Seiten auf Flanken und Schenkeln gleichmäßig verteilt sein. Auf jeder Seite werden etwa 5 bis 7 Seitenflecken gewünscht. Flecken an Brust, Bauch, Läufen oder Un-terseite der Blume bleiben unberücksichtigt.
Bei der Beurteilung der Zeichnung ist die im Vergleich zu den Kleinschecken geringere Körperoberfläche zu berücksichtigen.

Leichte Fehler: Gezackter oder ungleichmäßiger, breiter oder schmaler Aalstrich. Unterbrechung des Aalstrichs vom Genick bis zum Ende der Schulterblätter oder vom Ansatz der Blume bis zur hochgelegten Blumenspitze. Am Aalstrich leicht anhängende Seitenzeichnung; schwache, volle oder ungleichmäßige Seitenzeichnung. Anlage zur Kettenzeichnung (mehr als ein am Körper freistehender Kettenpunkt auf einer Körperseite oder beidseitig). Genickpunkte, die vom Aalstrich weniger als 2 cm entfernt sind, gelten nicht als Kettenpunkte.
Schwere Fehler:
Deutlich sichtbare Unterbrechung des Aalstriches zwischen den Schulterblättern und der hochgelegten Blumenspitze. Starkes Zusammenhängen der Seitenzeichnung mit dem Aalstrich. Mehr als zwei freistehende Kettenpunkte auf einer Seite, weniger als drei Seitenpunkte oder Seitenflecken auf einer Seite. Fehlen eines Zeichnungsmerkmals.

6. Farbe

Anerkannt sind die Farbenschläge schwarz-weiß, blau-weiß, havanna-weiß, thüringerfarbig-weiß und dreifarbig. Die Grundfarbe ist rein weiß, mit gutem Glanz versehen; ebenso weiß ist hier die Unterfarbe, die sich von der Grundfarbe nicht unterscheidet. Die Zeichnungsfarbe schwarz, blau, havannafarbig bzw. schwarz-gelb soll rein und nicht mit andersfarbigen Haaren durchsetzt sein. Für die dreifarbigen Zwergschecken (schwarz-gelb-weiß) gelten die entsprechenden Bestimmungen der Rheinischen Schecken. Kleine weiße Flecken im Genick und im Aalstrich vom Genick bis zum Ende der Schulterblätter sowie im Bereich der Blume bis zur hochgelegten Blumenspitze bleiben unberücksichtigt. Die Augen der schwarz-weißen und der dreifarbigen Tiere sind braun, die der blau-weißen Tiere sind blaugrau, die der havannafarbigen braun, leicht rot durchleuchtend. Die Krallen sind pigmentlos (weiß); eine einzelne farbige Kralle gilt als leichter Fehler.

Leichte Fehler: Gelblicher Anflug in der Grundfarbe. Unreine oder mit weißen Haaren leicht durchsetzte Zeichnungsfarbe und Ohrenränder. Fleischfarbener Lippenspalt. Kleine weiße Flecken in den Seitenzeichnungspunkten und/oder in den Augenringen im Bereich des Augenringzackens. Eine einzelne farbige Kralle (0,5 Punkte)
Schwere Fehler:
Stark unreine, stark mit weißen Haaren durchsetzte Zeichnungsfarbe. Zweierlei Zeichnungsfarben, außer bei den dreifarbigen Zwergschecken. Weiße Nasenspitze oder weißer Lippenspalt. Weiße Flecken im Schmetterling, im Augenring (außer im Bereich des Augenringzackens), in der Ohrenfarbe oder im Aalstrich (außer im Bereich der Schulterblätter und der Blume). Bei den dreifarbigen Tieren Vorhandensein nur einer Zeichnungsfarbe in einem Zeichnungsmerkmal (mit Ausnahme der Backenpunkte) entsprechend den Bestimmungen für die Rheinischen Schecken: Fehlen einer Zeichnungsfarbe im Schmetterling, in den Augenringen oder in der Ohrenzeichnung. Fehlen einer Zeichnungsfarbe im Aalstrich oder auf einer Seite. Andere als die geforderte Augenfarbe, mehr als eine farbige Kralle.

7. Pflegezustand

Nur in hervorragendem Pflegezustand werden die Tiere zur Bewertung zugelassen. Es obliegt deshalb dem Züchter, seine Tiere mit Fleiß und Geschick gebührend vorzubereiten. Hierzu gehören: saubere Läufe, Ohren und Geschlechtspartie, gut beschnittene und reinliche Krallen usw.
Anmerkung: Da ein guter Pflegezustand die absolute Voraussetzung eines jeden Ausstellungstieres ist, wird in dieser Position keine positive Bemerkung gegeben.

Leichte Fehler: Leichter Stallschmutz, geringfügig unsaubere Ohren oder Geschlechtsteile; lange Krallen. Leichte Filzbildung bei Normal-, Haarstruktur- und Kurzhaarrassen.
Schwere Fehler: Stark verschmutzte Tiere. Starke Filzbildung bei Normalhaar-, Haarstruktur- und Kurzhaarrassen.

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