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Zwergfuchskaninchen, farbig gelb

Zwergfuchskaninchen (gelb) © Kaninchenzeitung

Herkunft:

Deutschland um 1970 (Herauszüchter Horst Weißbach)

Abteilung VII: Langhaarrassen

Zwergfuchskaninchen (ZwFu), farbig

Bewertungsskala

Punkte
1. Gewicht 20
2. Körperform, Typ und Bau 20
3. Fellhaar 15
4. Kopf und Ohren 15
5. Deckfarbe und Gleichmäßigkeit 15
6. Unterfarbe 10
7. Pflegezustand 5
  100

Gewichtsbewertung

1,00 bis 1,05 bis 1,10 1,10 bis 1,35 bis 1,40 bis 1,45 bis 1,50 Höchstgewicht
17 18 19 20 19 18 17 1,50 kg

1. Gewicht

Normalgewicht über 1,1 bis 1,35 kg. Mindestgewicht 1,0 kg, Höchstgewicht 1,5 kg.
Die Zwergfuchskaninchen sind ausgesprochene Zwergkaninchen. Um einerseits einer allzu intensiven Verzwergung vorzubeugen und andererseits den Typus eines Zwergkaninchens vollendet zu erhalten, gilt als Normalgewicht ausgewachsener Zuchttiere ein solches zwischen 1,1 und 1,35 kg.

2. Körperform, Typ und Bau

Die Körperform ist gedrungen, walzenförmig und vorne bis hinten gleich breit. Die Rückenlinie ist kurz und hinten gut abgerundet. Die kurzen Läufe sind feingliedrig. Die Blume ist relativ klein und liegt fest am Körper an. Der Körper der Häsin weicht kaum von dem des Rammlers ab. Die Häsin ist völlig frei von jeglichem Wammenansatz. Bei dieser Rasse ist im Vergleich zu den Farbenzwergen zu berücksichtigen, dass der Gesamtrahmen bedingt durch das längere Haarkleid etwas größer erscheint.

Leichte und schwere Fehler: Siehe »Allgemeines«.

3. Fellhaar

Hier unterscheidet sich das Zwergfuchskaninchen von den anderen Zwergrassen. Die Behaarung ist 3,5-5 cm lang am ganzen Körper - einschließlich Bauchpartie - und von guter Struktur. Die Begrannung soll kräftig und gleichmäßig entwickelt sein. Kopf, Ohren und Läufe weisen eine kurze, d.h. normale Behaarung auf.

Leichte Fehler: Siehe »Allgemeines«. Insbesondere unausgeglichene Haarlänge; Haarlänge zwischen 5 und 6 cm; etwas wolliges Haar, etwas wenig Dichte. Anlage zur Ohrbüschel- und Behangbildung. Leichte Filzbildung.
Schwere Fehler:
Siehe »Allgemeines«. Insbesondere zu dünne Behaarung. Haarlänge unter 3,5 cm und über 6 cm. Starke Filzbildung. Ausgeprägte Ohrbüschel- und Behangbildung.

Anmerkung: Eine "gute Struktur" ist nur bei entsprechender Dichte zu erzielen.

4. Kopf und Ohren

Im Verhältnis zur Kleinheit des Tieres ist der Kopf groß und tritt markant in Erscheinung. Er ist kurz und kräftig, Stirn und Schnauzpartie sind breit (Stirnbreite beim Rammler in Augenhöhe etwa 5,5 cm, bei der Häsin ca. 5 cm). Der Kopf sitzt dicht am Rumpf. Die Augen sind groß und treten etwas hervor. Der Kopf der Häsin tritt ebenfalls markant in Erscheinung; er ist jedoch - v.a. infolge der weniger ausgeprägten Backenbildung - insgesamt etwas feiner.
Die Ohren sind, der Zwergform entsprechend, relativ kurz, sollen aber dennoch in einem harmonischen Verhältnis zur Größe des Kopfes und des Rumpfes stehen. Als ideal gilt eine Ohrenlänge von ca. 5,5 cm je nach Größenrahmen des Tieres. Die Mindestlänge beträgt 4,5 cm, die Höchstlänge 7 cm. Die Ohren sollen zusammenstehend, nach oben leicht v-förmig geöffnet getragen werden. Sie sollen, der Zwergrasse entsprechend, kräftig und fest im Gewebe und oben schön abgerundet sein.

Leichte und schwere Fehler: Hier sind die Anforderungen der Farbenzwerge (vgl. Abteilung IV) anzuwenden.

5. Deckfarbe und Gleichmäßigkeit

Anerkannt sind nur die Farbenschläge Schwarz, Havannafarbig, Fehfarbig und Gelb. Die Farbe muss am ganzen Körper gleichmäßig vorhanden sein, wobei die Deckfarbe wegen der Haarlänge leicht fahl erscheint. Die Bauchdeckfarbe ist bei allen Farbenschlägen etwas matter. Die kurzbehaarten Körperstellen (Kopf, Ohren und Läufe) sind bei allen Farbenschlägen intensiv farbig.
Die Deckfarbe ist gelbrot. Nase, Augen und Kinnbackeneinfassung sind hell bis cremefarbig. Die Bauchdeckfarbe ist cremefarbig bis weiß. Die Unterseite der Blume ist ebenfalls cremefarbig bis weiß. Die Augen sind braun, die Krallen horn- bis dunkelhornfarbig.

Leichte und schwere Fehler: Für die leichten und schweren Abweichungen der Deckfarbe und Gleichmäßigkeit gelten prinzipiell die entsprechenden Fehler der Ausgangsrassen. Auf die farblichen Auswirkungen des längeren Fellhaars ist Rücksicht zu nehmen.

6. Unterfarbe

Die Unterfarbe soll bei allen Farbenschlägen kräftig in Erscheinung treten. Bei den Farbenschlägen schwarz und havannafarbig ist sie blau, je dunkler desto besser. Sie ist deutlich abgegrenzt und geht bis zum Haarboden. Bei den Fehfarbigen kommt die Unterfarbe der Deckfarbe möglichst nahe, ist hier jedoch nicht scharf abgegrenzt. Bei den gelben Fuchskaninchen ist die Unterfarbe etwas heller als die Deckfarbe. Sie soll rein sein und wird am Haarboden etwas heller.

Leichte und schwere Fehler: Für die leichten und schweren Abweichungen der Unterfarbe gelten prinzipiell die entsprechenden Fehler der Ausgangsrassen. Auf die farblichen Auswirkungen des längeren Fellhaars ist Rücksicht zu nehmen.

7. Pflegezustand

Nur in hervorragendem Pflegezustand werden die Tiere zur Bewertung zugelassen. Es obliegt deshalb dem Züchter, seine Tiere mit Fleiß und Geschick gebührend vorzubereiten. Hierzu gehören: saubere Läufe, Ohren und Geschlechtspartie, gut beschnittene und reinliche Krallen usw.
Anmerkung: Da ein guter Pflegezustand die absolute Voraussetzung eines jeden Ausstellungstieres ist, wird in dieser Position keine positive Bemerkung gegeben.

Leichte Fehler: Leichter Stallschmutz, geringfügig unsaubere Ohren oder Geschlechtsteile; lange Krallen. Leichte Filzbildung bei Normal-, Haarstruktur- und Kurzhaarrassen.
Schwere Fehler: Stark verschmutzte Tiere. Starke Filzbildung bei Normalhaar-, Haarstruktur- und Kurzhaarrassen.

Aktuelle Ausgabe

Ausgabe 07|2017
Veröffentlicht am 30. Juni 2017

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