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Zwerg-Rexe marderfarbig

Zwerg-Rexe (marderfarbig) © Karin Wolters

Herkunft:

Deutschland um 1967 (Herauszüchter Johannes Freitag)

Abteilung VI: Kurzhaarrassen

Zwerg-Rexe (ZwRex)

Bewertungsskala

Punkte
1. Gewicht 20
2. Körperform, Typ und Bau 20
3. Fellhaar 15
4. Kopf und Ohren 15
5. siehe Bewertungsspiegel 15
6. siehe Bewertungsspiegel 10
7. Pflegezustand 5
  100

Gewichtsbewertung

1,00 bis 1,10 bis 1,20 1,20 bis 1,40 bis 1,45 bis 1,50 bis 1,60 Höchstgewicht
17 18 19 20 19 18 17 1,60 kg

1. Gewicht

Normalgewicht über 1,20 bis 1,40 kg. Mindestgewicht 1,00 kg, Höchstgewicht 1,6 kg.

2. Körperform, Typ und Bau

Der Körper ist walzenförmig, vorne und hinten gleichmäßig breit, wirkt aber infolge der Kurzhaarigkeit und der feinen Stellung nicht so gedrungen wie bei den Hermelin und Farbenzwergen. Die Rückenlinie ist kurz und hinten gut abgerundet. Infolge der Kurzhaarigkeit treten die einzelnen Körpermerkmale schärfer in Erscheinung als bei den normalhaarigen Zwergrassen. Dies ist bei der Beurteilung der Form und des Typs zu berücksichtigen.
Die Läufe sind kurz und dem Zwergtyp angepasst, die kleine Blume liegt fest am Körper an. Der Körper der Häsin unterscheidet sich von dem des Rammlers kaum und ist von jeglichem Wammenansatz frei.

Leichte Fehler: Siehe »Allgemeines«. Leichte Abweichungen vom Typ, insbesondere leicht verjüngte oder leicht gestreckte Form.
Schwere Fehler:
Siehe »Allgemeines«. Insbesondere stark vom Typ abweichender schmaler und langgestreckter Rumpf. Wammenansatz bei beiden Geschlechtern.

3. Fellhaar

Die folgenden Bestimmungen gelten für alle Zwerg-Rexe. Das Fellhaar ist sehr dicht und besitzt ein auf dem Haarboden fast senkrecht stehendes Haar, das auf der Rückenmitte eine Länge von 14-17 mm haben muss. Die einzelnen Haare dürfen weder wellig sein, noch Locken bilden. Sie müssen über eine genügende Stabilität verfügen. Wenn man mit der flachen Hand gegen den Strich über das Fell streicht, sollen die Haare fast senkrecht stehen bleiben oder nur langsam in ihre Ausgangslage zurückgehen. Bleiben sie nach dem Streichen gegen den Strich liegen, so ist dies ein Anzeichen von zu dünnem Fell. Die feinen, nicht gekrümmten Grannenhaare sollen mit dem Unterhaar in gleicher Höhe abschneiden. Die Grannenspitzen dürfen aus dem Wollflaum höchstens 1 mm herausragen. Der Nackenkeil sei möglichst klein und lockenfrei. Doch werden sich wellige oder lockige Haare im Nackenkeil und am Bauch (Geschlechtspartie) nicht vermeiden lassen. Je glatter die Nackenpartie, desto besser die Haarstruktur auch auf den übrigen Körperpartien und desto wertvoller das Fell. Die Ohren sind gut behaart.

Leichte Fehler: Siehe »Allgemeines«. Ferner Besonderheiten zum Fellhaar der Kurzhaarrassen: Leichte Wirbel- oder Lockenbildung in der Decke (ausgenommen Keil und Bauch); leicht überstehende Grannen; wenig Unterhaardichte, dünnes Fellhaar, wenig behaarte Ohren, wenig Spürhaare.
Schwere Fehler:
Siehe »Allgemeines«. Ferner Besonderheiten zum Fellhaar der Kurzhaarrassen: Zu kurzes oder zu langes Haar; sehr lange Begrannung; starke Wirbel- oder Lockenbildung in der Decke. Nicht überdeckbare Kahlstellen am Sprunggelenk bei ausgestrecktem Hinterlauf. Gänzlich fehlende Spürhaare.

4. Kopf und Ohren

Der Kopf tritt entsprechend dem Zwergkaninchentyp markant in Erscheinung; er ist mit einer breiten Stirn- und Schnauzpartie versehen, wirkt aber infolge der Kurzhaarigkeit nicht so kräftig wie bei den Hermelin und Farbenzwergen. Er sitzt dicht am Rumpf. Der Kopf der Häsin tritt ebenfalls markant in Erscheinung, jedoch ist er entsprechend dem Geschlechtstyp – v.a. infolge der weniger ausgeprägten Backenbildung - etwas feiner und an der Stirnpartie etwas weniger breit.
Die Ohren sind, der Zwergform entsprechend, relativ kurz, infolge des etwas höheren Gewichts der Zwerg-Rexe jedoch etwas länger als bei den Hermelin und Farbenzwergen; sie erscheinen außerdem wegen der Kurzhaarigkeit etwas länger und feiner als bei den normalhaarigen Tieren. Die Ohren sollen zusammenstehend, nach oben leicht v-förmig geöffnet getragen werden. Sie sollen, der Zwergrasse entsprechend, kräftig und fest im Gewebe und oben schön abgerundet sein. Als ideal gilt eine Ohrenlänge von ca. 6 cm. Die Mindestlänge beträgt 5 cm, die Höchstlänge 7,5 cm.

Leichte Fehler: Nicht entsprechend ausgeprägte Kopfbildung. Tief liegende Augen. Etwas lange Ohren über 6,5 cm bis zur Höchstlänge von 7,5 cm: Abzüge je nach Grad der Abweichung und nach Gesamterscheinungsbild - in der Regel für jeden halben Zentimeter ein Punktabzug. Etwas grob erscheinende Ohren; breit getragene Ohren; dünne, faltige oder spitze Ohren.
Schwere Fehler:
Häsinnenkopf beim Rammler; ausgeprägter Rammlerkopf bei der Häsin. Zu kurze Ohren unter 5 cm oder zu lange Ohren über 7,5 cm. In der Haltung stark abweichende, sehr dünne oder zu grob strukturierte Ohren.

5. Deckfarbe, Gleichmäßigkeit, Zwischenfarbe, Abzeichen, Zeichnung

Vgl. Bewertungsspiegel: Sinngemäß wie bei den entsprechenden anerkannten Rexrassen.(Standard: Marder-Rexe)

Deckfarbe:

Anerkannt sind der braune und der blaue Farbenschlag in heller bis mittlerer Tönung. Nicht zugelassen sind zurzeit die fast einfarbigen hellen und dunklen Tiere. Die Deckfarbe ist ein lichtes Braun bzw. Blau. An den Seiten und Flanken verläuft die Farbe heller. Die Hinterschenkel- und Schulterpartien sind etwas dunkler angedeutet. Backen, Brust und Bauch sind hellbraun bzw. hellblau. Die Augen sind braun bzw. graublau, je nach Lichteinfall rötlich durchleuchtend, die Krallen sind dunkelhornfarbig.

Leichte Fehler: Etwas dunkle oder fleckige Deckfarbe. Leichte Durchsetzung mit weißen Haaren. Zweierlei Krallenfarbe, d.h. unterschiedlich intensiv hornfarbig pigmentierte Krallen.

Schwere Fehler: Völlig dunkle Deckfarbe. Stark weiß durchsetzte Deckfarbe, sichtbare weiße Flecken. Gänzlich dunkler Kopf und Ohren. Andere als die geforderte Augenfarbe, pigmentlose Krallen.

Abzeichen:

Über den Rücken zieht sich ein etwas dunkler, breiter Streifen, der seitlich nicht scharf abgegrenzt ist. Die Gesichtsmaske ist dunkel und erstreckt sich, ohne scharf abzugrenzen, etwa bis in Augenhöhe. Ohren, Läufe und Blume sind dunkel; dunkel schattiert ist auch die Augeneinfassung.

Leichte Fehler: Etwas große Maske. Unvollständiger Rückenstreifen. Schwache oder verschwommene Abzeichen.

Schwere Fehler: Fehlen der dunklen Abzeichen.

6. Farbe bzw. Unterfarbe

Vgl. Bewertungsspiegel: Sinngemäß wie bei den entsprechenden anerkannten Rexrassen.(Standard: Marder-Rexe)

Unterfarbe:

Die Unterfarbe ist bei beiden Farbenschlägen bläulich und soll sich in ihrer Intensität der Deckfarbe anpassen. An den helleren Körperstellen ist sie entsprechend heller, an Rücken und Bauch dunkler.

Leichte Fehler: Unreine, durchsetzte Unterfarbe. Angedeutete Zwischenfarbe.

Schwere Fehler: Stark unreine oder weiße Unterfarbe. Ausgeprägte Zwischenfarbe.

7. Pflegezustand

Nur in hervorragendem Pflegezustand werden die Tiere zur Bewertung zugelassen. Es obliegt deshalb dem Züchter, seine Tiere mit Fleiß und Geschick gebührend vorzubereiten. Hierzu gehören: saubere Läufe, Ohren und Geschlechtspartie, gut beschnittene und reinliche Krallen usw.
Anmerkung: Da ein guter Pflegezustand die absolute Voraussetzung eines jeden Ausstellungstieres ist, wird in dieser Position keine positive Bemerkung gegeben.

Leichte Fehler: Leichter Stallschmutz, geringfügig unsaubere Ohren oder Geschlechtsteile; lange Krallen. Leichte Filzbildung bei Normal-, Haarstruktur- und Kurzhaarrassen.
Schwere Fehler: Stark verschmutzte Tiere. Starke Filzbildung bei Normalhaar-, Haarstruktur- und Kurzhaarrassen.

Hinweis zu den leichten und schweren Fehlern:
Als leichte und schwere Fehler für die Farb- und Zeichnungsfehler sind jene der betreffenden Rexrassen sinngemäß anzuwenden.
Hinweis: Bei den dalmatinerfarbigen Zwergrexen sind die Zeichnungspunkte entsprechend kleiner und können ab 1 cm Durchmesser als ideal angesehen werden.

Aktuelle Ausgabe

Ausgabe 07|2017
Veröffentlicht am 30. Juni 2017

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