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Satin-Lux

Satin-Lux

© Kaninchenzeitung

Herkunft:

USA um 1930 (SaHav)

Abteilung V: Haarstrukturrassen

Satin-Lux (SaLux)

Bewertungsskala

Punkte
1. Gewicht 20
2. Körperform, Typ und Bau 20
3. Fellhaar 15
4. Deckfarbe 15
5. Satinfaktor 15
6. Zwischen- und Unterfarbe 10
7. Pflegezustand 5
  100

Gewichtsbewertung

2,50 bis 2,65 bis 2,80 bis 3,00 bis 3,25 über 3,25 Höchstgewicht
15 16 17 18 19 20 4,00 kg

1. Gewicht

Normalgewicht über 3,25 kg. Mindestgewicht 2,50 kg. Höchstgewicht 4,00 kg.

2. Körperform, Typ und Bau

Der Körper ist leicht gedrungen, jedoch ist der ausgesprochen blockige Typ der Weißen Neuseeländer nicht anzustreben. Die Rückenlinie verläuft ebenmäßig und ist hinten gut abgerundet. Bei älteren Häsinnen ist eine kleine, gut geformte Wamme zulässig.

Leichte und schwere Fehler: Siehe »Allgemeines«.

3. Fellhaar

Das mittellange Fellhaar ist dicht und geschmeidig weich. Die Verdünnung des Haarschafts verleiht den Satin eine eigentümliche feine Fellhaarstruktur; diese ist das entscheidende Typmerkmal der Satin. Sie muss daher eindeutig erkennbar sein, auch an den kürzer behaarten Stellen wie Kopf und Läufen. Die Ohren sind gut behaart. Genick und Schoßpartie sind frei von Lockenbildung.

Leichte Fehler: Siehe »Allgemeines«. Vor allem leichte Lockenbildung, etwas wenig Dichte.
Schwere Fehler:
Siehe »Allgemeines«. Insbesondere grobe Begrannung, starke Lockenbildung. Gänzlich fehlende Unterwolldichte.

4. Deckfarbe

Die Deckfarbe erscheint insgesamt infolge der besonderen Haarstruktur und des Satinfaktors (Seidenglanz) etwas dunkler als beim Luxkaninchen; sie ist auf der Oberseite des Körpers blau mit silbrigem Glanz und mit einer von der Zwischenfarbe her durchscheinenden braunroten Tönung. Der Keil im Genick ist schwach ausgeprägt und durchgehend braunrot. Die Augenringe sind etwas heller, die Kinnbackeneinfassung ist weiß. Die Bauchdeckfarbe, die innere Seite der Vorder- und Hinterläufe sowie die Unterseite der Blume sind hell bis weiß. Die Augen sind graublau, je nach Lichteinfall leicht rötlich durchleuchtend. Die Krallen sind hornfarbig.

Leichte Fehler: Geringe Abweichungen in der Deckfarbe. Bindenansätze.
Schwere Fehler:
Stark weiß durchsetzte Decke, reinweiße Binden, sichtbar weiße Flecken in der Deckfarbe. Andere als die geforderte Augenfarbe, zweierlei Krallenfarbe oder pigmentlose Krallen.

5. Satinfaktor

Infolge der Verdünnung des Haarschafts (vgl. Pos. 3) tritt am ganzen Körper ein seidenartiger Glanz auffällig in Erscheinung. Dadurch unterscheidet sich das Satinkaninchen (Satin = Seide) deutlich von den Normalhaarrassen.

Leichte Fehler: Etwas schwacher Seidenglanz.
Schwere Fehler:
Gänzlich fehlender Seidenglanz an einzelnen Körperpartien, d.h. am Kopf, an den Läufen, an der Brust, an einer Seite oder auf dem Rücken.

6. Zwischen- und Unterfarbe

Die Zwischenfarbe ist fuchsig rotbraun, 6-8 mm breit und besonders zur Unterfarbe hin deutlich abgegrenzt. Die Unterfarbe ist auf dem Rücken und an allen sichtbaren oberen Teilen des Körpers reinweiß; sie ist auf dem Rücken etwa 1 cm breit und scharf abgegrenzt. Beim Hineinblasen in das Fell muss ein kleiner Farbtrichter in Erscheinung treten. Die Bauchunterfarbe ist bläulich. Die Unterfarbe an der Blumenunterseite bleibt unberücksichtigt.

Leichte Fehler: Etwas matte, schwache oder schmale Zwischenfarbe. Nicht ganz reinweiße Unterfarbe an den sichtbaren oberen Körperteilen. Schwache Bauchunterfarbe; Bauchunterfarbe nur im Brust- und Schoßbereich; schwache oder fehlende Unterfarbe im Bereich des Afters und an den Innenseiten der Hinterläufe.
Schwere Fehler:
Fehlende Zwischenfarbe. Andere als weiße Unterfarbe an den sichtbaren oberen Körperteilen. Gänzliches Fehlen der bläulichen Bauchunterfarbe.

7. Pflegezustand

Nur in hervorragendem Pflegezustand werden die Tiere zur Bewertung zugelassen. Es obliegt deshalb dem Züchter, seine Tiere mit Fleiß und Geschick gebührend vorzubereiten. Hierzu gehören: saubere Läufe, Ohren und Geschlechtspartie, gut beschnittene und reinliche Krallen usw.
Anmerkung: Da ein guter Pflegezustand die absolute Voraussetzung eines jeden Ausstellungstieres ist, wird in dieser Position keine positive Bemerkung gegeben.

Leichte Fehler: Leichter Stallschmutz, geringfügig unsaubere Ohren oder Geschlechtsteile; lange Krallen. Leichte Filzbildung bei Normal-, Haarstruktur- und Kurzhaarrassen.
Schwere Fehler: Stark verschmutzte Tiere. Starke Filzbildung bei Normalhaar-, Haarstruktur- und Kurzhaarrassen.

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