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Zwergwidder-Satin

Herkunft:

Niederlanden um 1952

Abteilung IV: Zwergrassen

Zulassung als Neuzüchtung im ZDRK: Juni 2016

Zwergwidder-Angora (ZwWAng)

Bewertungsskala

Punkte
1. Gewicht 20
2. Körperform, Typ und Bau 20
3. Wolldichte und -länge 15
4. Kopfbildung und Behang 15
5. Ausgeglichenheit der Wolle und Wollstruktur, Rassemerkmale 15
6. Farbe und Gleichmäßigkeit 10
7. Pflegezustand 5
  100

Hinweis zur Bewertung der Körperform: Wie bei der Rasse Angora ist die Körperform auch durch Abtasten zu ermitteln.

Gewichtsbewertung

1,30 bis 1,40 bis 1,50 über 1,50 bis 1,90 bis 2,00 Höchstgewicht
17 18 19 20 19 2,00 kg

1. Gewicht

Normalgewicht 1,50 bis 1,90 kg. Mindestgewicht 1,30 kg. Höchstgewicht 2,00kg

2. Körperform, Typ und Bau

Der Körper ist kurz gedrungen, breitschultrig und mit einer ebenmäßigen Rückenlinie, einem breiten, gut abgerundeten Becken und einem kurzen, kräftigen Nacken ohne sichtbaren Hals versehen. Die Läufe sind kurz und mittelstark. Die Häsin ist etwas feiner als der Rammler und frei von jeglichem Wammenansatz.

Leichte Fehler und schwere Fehler: Siehe »Allgemeines.

3. Wolldichte und -länge

Das Wollhaar muss sehr dicht entwickelt sein, der Haarboden(Fellhaut) soll bedeckt sein. Den Wert der Wolle bestimmt die Dichte der Wolle. Je dichter das Wollvlies, desto wertvoller das Tier. Die Wolllänge soll, im Stapel beurteilt, etwa 6 cm betragen; die Mindestlänge beträgt bei Ausstellungstieren 3,5 cm. Die Wolllänge wird geschätzt.

Leichte Fehler: Etwas dünne Wolle; etwas kurzes Wollhaar; wenig Spürhaare
Schwere Fehler: Zu dünne Wolle; zu wenig Unterwolle; Wolllänge unter 3,5 cm; gänzlich fehlende Spürhaare.

4. Kopfbildung und Behang

Für beide Geschlechter typisch ist der ausgeprägte Widderkopf, der kurz und kräftig zu sein hat, eine breite, gut entwickelte Schnauzpartie und starke Kinnbacken sowie eine breite Stirn und eine schöne Ramsnase aufweist. Der Behang besitzt an den Ohrenansätzen ausgeprägte Wulste (Krone); die Ohren werden hufeisenförmig, mit der Schallöffnung nach innen zum Kopf getragen. Der Behang ist stabil im Gewebe und an den Enden gut abgerundet. Die Länge des Behanges beträgt 22-28 cm.

Leichte Fehler: Wenig entsprechend dem Rasse- und Geschlechtstyp ausgeprägte Kopfbildung. Schwach entwickelte, flache Krone; schwache, dünne, faltige Ohren; schlecht getragener oder abstehender (schwebender) Behang; etwas kurzer oder langer, nicht zur Körpermasse passender Behang.
Schwere Fehler: Völliges Fehlen des Widderkopftyps; Häsinnenkopf beim Rammler; ausgeprägter Rammlerkopf bei der Häsin; zeitweiliges Aufrechttragen eines oder beider Ohren; weniger als 22 cm oder mehr als 28 cm Behanglänge.

5. Ausgeglichenheit der Wolle, Wollstruktur, Rassemerkmale

Die Wolle muss am ganzen Körper des Tieres gleichmäßig entwickelt sein. Die Ohren sind gut behaart. Das mischwollige Vlies, das aus den nachstehenden drei Haartypen besteht, muss eine gesunde, kräftige, nicht zur Filzbildung neigende Struktur besitzen.

a) Die Unterwolle besteht aus dem fein gekräuselten, seidenweichen Wollhaar, das sich durch ein gutes Längenwachstum auszeichnen soll. Gewünscht wird ein mittelfeines gleichmäßiges Wollhaar, das regelmäßig und kurz gewellt ist und einen seidigen Glanz besitzt.

b) Der Grannenflaum vermittelt in seiner Qualität zwischen der Unterwolle und dem Grannenhaar. Er ist Iänger und grober gewellt und endet in einer feinen, grannenartigen Spitze.

c) Das Grannenhaar überragt als ein etwas stärkeres, gerade durchgehendes Haar das Wollvlies. Die Grannenspitze ist kräftig. In der Regel besitzen die Häsinnen eine stärkere Grannenbildung als die Rammler, in besonderem Maße die älteren Häsinnen.

Den Wert der Wollstruktur bestimmt die mittelfeine Unterwolle in Verbindung mit einem gut ausgebildeten Grannenflaum und dem längeren und stärkeren Grannenhaar.

Als Rassemerkmale gelten der Kopfbehang (Stirnbüschel und Backenbart), die Ohrbüschel und der Behang der Läufe. Der Stirnbüschel soll schön ausgebildet sein, soll aber nicht die Augen des Tieres verdecken. Der Backenbart soll gut ausgebildet sein. Die Ohrbüschel sollen sich an der Rundung am Behangende erstrecken, sind allerdings nicht so ausgeprägt wie beim Angorakaninchen. Wollbildung am gesamten Ohr ist nicht erforderlich. Der Behang an den Läufen soll gut ausgebildet sein.

Leichte Fehler: Kleinere Wachstumsstörungen, ungleiches Wollwachstum; etwas schwache Wollstruktur; wenig Grannenhaar; verworrene oder watteähnliche Wolle; kleinere Filzstellen; schwach ausgeprägte Rassemerkmale; durch übervollen Kopfschmuck verdeckte Augen.
Schwere Fehler:
Starke Wollwachstumsstörungen. Große Kahlstellen, die bei natürlicher Stellung des Tieres von der umgebenden Wolle nicht mehr bedeckt werden; gänzliches Fehlen der Kräuselung, fehlendes Grannenhaar oder abgeschnittene Grannen, starke Filzbildung, vollständiges Fehlen eines der Rassemerkmale.

6. Farbe und Gleichmäßigkeit

Die Deckfarbe ist mit einem seidigen Glanz versehen, rein weiß und erstreckt sich ohne jede farbliche Abweichung über den ganzen Körper einschließlich Kopf und Behang, Bauchseite und Läufe. Ebenso weiß ist die Unterfarbe, die sich von der Deckfarbe nicht unterscheidet. Die Augen sind blau, die Krallen sind pigmentlos.

Leichte Fehler: Leichte Farbabweichungen am Körper, leicht gelblicher oder grauer Anflug, schwacher Glanz.
Schwere Fehler: Stark gelblicher oder grauer Anflug in der Deckfarbe, gänzlich fehlender Glanz; andere als geforderte Augen- oder Krallenfarbe.

7. Pflegezustand

Nur in hervorragendem Pflegezustand werden die Tiere zur Bewertung zugelassen. Es obliegt deshalb dem Züchter, seine Tiere mit Fleiß und Geschick gebührend vorzubereiten. Hierzu gehören: saubere Läufe, Ohren und Geschlechtspartie, gut beschnittene und reinliche Krallen usw.
Anmerkung: Da ein guter Pflegezustand die absolute Voraussetzung eines jeden Ausstellungstieres ist, wird in dieser Position keine positive Bemerkung gegeben.

Leichte Fehler: Leichter Stallschmutz, geringfügig unsaubere Ohren oder Geschlechtsteile; lange Krallen. Leichte Filzbildung bei Normal-, Haarstruktur- und Kurzhaarrassen.
Schwere Fehler: Stark verschmutzte Tiere. Starke Filzbildung bei Normalhaar-, Haarstruktur- und Kurzhaarrassen.

Themen: Neuzüchtung

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