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Rheinische Schecken

Rheinische Schecken © Kaninchenzeitung

Herkunft:

Deutschland um 1905 (Herauszüchter Josef Heintz)

Abteilung II: Mittelgroße Rassen

Rheinische Schecken (RhSch)

Bewertungsskala

Punkte
1. Gewicht 20
2. Körperform, Typ und Bau 20
3. Fellhaar 15
4. Kopfzeichnung 15
5. Rumpfzeichnung 15
6. Farbe 10
7. Pflegezustand 5
  100

Gewichtsbewertung

2,75 bis 3,00 bis 3,25 bis 3,50 bis 3,75 über 3,75 Höchstgewicht
15 16 17 18 19 20 4,50 kg

1. Gewicht

Normalgewicht über 3,75 kg. Mindestgewicht 2,75 kg. Höchstgewicht 4,50 kg.

2. Körperform, Typ und Bau

Der Körper ist leicht gestreckt und walzenförmig, vorne und hinten gleich breit, hinten gut abgerundet, die Rückenlinie ebenmäßig. Der Kopf ist kräftig und kurz am Körper angesetzt. Die Ohren sind fest im Gewebe und stimmen in ihrer Länge mit dem Körper überein. Die Häsin ist im Ganzen etwas feiner gebaut und sei möglichst wammenfrei. Bei älteren Häsinnen ist eine kleine, gut geformte Wam-me zulässig.

Leichte und schwere Fehler: Siehe »Allgemeines«.

3. Fellhaar

Das Fellhaar ist dicht, gleichmäßig, aber nicht zu lang begrannt. Die Ohren sind gut behaart.

Leichte und schwere Fehler: Siehe »Allgemeines«.

4. Kopfzeichnung

Diese besteht aus dem Schmetterling, den Augenringen, den Backenpunkten und der Ohrenzeichnung. Der Schmetterling soll gut ausgeprägt sein. Dazu gehört ein schön abgerundeter Dorn und volle Flügel, die den Unterkiefer beidseitig einfas-sen. Die Augenringe sind geschlossen und gleichmäßig breit. Die oben am Augenring auftretende kleine Zacke gilt nicht als Fehler. Die Backenpunkte ste-hen frei unter den Augenringen, sie sind rund oder oval geformt. Die Ohrenzeich-nung ist an der Ohrenwurzel übergangslos abgegrenzt; ein kleiner Ausläufer der Ohrenzeichnung in der Stirnmitte bleibt unberücksichtigt.

Leichte Fehler: Gezackter Schmetterling; unschöner Dorn; einseitiges Fehlen der Unterkiefereinfassung. Ungleichmäßige oder grobe Augenringe. Unreine Ohrenansätze. Unreiner Kopf (Spritzer).
Schwere Fehler:
Unvollständiger Schmetterling wie fehlender Dorn oder große Zacken in den Schmetterlingsflügeln. Gänzlich fehlende seitliche Unterkiefereinfassung. Am Unterkiefer geschlossene Einfassung. Ein- oder beidseitig anhängender Backenpunkt; Fehlen eines oder beider Backenpunkte; doppelter Backenpunkt ein- oder beidseitig. Nicht geschlossener Augenring. Zusammenhängen eines oder beider Augenringe mit dem Schmetterling oder der Ohrenzeichnung.

5. Rumpfzeichnung

Die Rumpfzeichnung wird gebildet vom Aalstrich und den Seitenflecken. Der Aal-strich geht vom Genick bis zur Blumenspitze gleichmäßig breit (etwa 2 cm) durch. Die Seitenflecken sind beidseitig gleichmäßig auf Flanken und Schenkel verteilt, auf jeder Seite 6-8 Flecken, die nicht zu groß und untereinander frei stehen sollen. Etwa vorhandene Flecken an Brust, Bauch, Läufen und der Unterseite der Blume bleiben unberücksichtigt.

Leichte Fehler: Gezackter oder ungleichmäßiger, breiter oder schmaler Aalstrich. Unterbrechung des Aalstriches vom Genick bis zu den Schulterblättern oder vom Ansatz der Blume bis zur hochgelegten Blumenspitze. Leicht am Aalstrich anhängende Seitenzeichnung; schwache, volle oder ungleichmäßige Seitenzeichnung. Anlage zur Kettenzeichnung (mehr als ein frei stehender Kettenpunkt ein- oder beidseitig des Körpers; Genickpunkte, die weniger als 2 cm vom Aalstrich entfernt sind, gelten nicht als Kettenpunkte).
Schwere Fehler:
Deutlich sichtbare Unterbrechung des Aalstriches zwischen den Schulterblättern und der hochgelegten Blumenspitze. Starkes Zusammenhängen der Seitenzeichnung mit dem Aalstrich. Sattel- oder Mantelzeichnung. Anlage zur Kettenzeichnung, d.h. mehr als zwei frei stehende Kettenpunkte auf einer Seite. Weniger als 3 Seitenflecken auf einer Seite. Fehlen eines Zeichnungsmerkmales.

6. Farbe

Die Grundfarbe ist in Deck- und Unterfarbe reinweiß. Die Zeichnungsfarben schwarz und gelb müssen in allen Zeichnungsmerkmalen mit Ausnahme der Ba-ckenpunkte vorhanden und möglichst frei von andersfarbigen Haaren sein. Kleine weiße Flecken im Genick und im Aalstrich vom Genick bis zum Ende der Schul-terblätter sowie im Bereich der Blume bis zur hochgelegten Blumenspitze bleiben unberücksichtigt. Die Augen sind braun, die Krallen pigmentlos (weiß); eine einzelne farbige Kralle gilt als leichter Fehler

Leichte Fehler: Gelblicher oder grauer Anflug in der Grundfarbe. Fleischfarbener Lippenspalt. Vorherrschen einer Zeichnungsfarbe in der Kopfzeichnung, ausgenommen die Backenpunkte. Unreine oder leicht mit weißen Haaren durchsetzte Zeichnungsfarbe und Ohrenränder. Vorherrschen einer Zeichnungsfarbe in der Rumpfzeichnung. Kleine weiße Flecken in den Seitenzeich-nungspunkten und/oder in den Augenringen im Bereich des Augenringzackens. Eine einzelne farbige Kralle (0,5 Punkte).
Schwere Fehler:
Weiße Nasenspitze; weißer Lippenspalt. Fehlen einer Zeichnungsfarbe im Schmetterling, in den Augenringen oder in der Ohrenzeichnung. Fehlen einer Zeichnungsfarbe im Aalstrich oder auf einer Seite. Stark unreine, mit weißen Haaren durchsetzte Zeichnung. Weiße Flecken im Schmetterling, im Augenring (außer im Bereich des Augenringzackens), in der Ohrenfarbe oder im Aalstrich (außer im Bereich der Schulterblätter und der Blume). Andere als die geforderte Augenfarbe, mehr als eine farbige Kralle.

7. Pflegezustand

Nur in hervorragendem Pflegezustand werden die Tiere zur Bewertung zugelassen. Es obliegt deshalb dem Züchter, seine Tiere mit Fleiß und Geschick gebührend vorzubereiten. Hierzu gehören: saubere Läufe, Ohren und Geschlechtspartie, gut beschnittene und reinliche Krallen usw.
Anmerkung: Da ein guter Pflegezustand die absolute Voraussetzung eines jeden Ausstellungstieres ist, wird in dieser Position keine positive Bemerkung gegeben.

Leichte Fehler: Leichter Stallschmutz, geringfügig unsaubere Ohren oder Geschlechtsteile; lange Krallen. Leichte Filzbildung bei Normal-, Haarstruktur- und Kurzhaarrassen.
Schwere Fehler: Stark verschmutzte Tiere. Starke Filzbildung bei Normalhaar-, Haarstruktur- und Kurzhaarrassen.

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