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Dalmatiner-Rexe dreifarbig

Dalmatiner-Rexe (dreifarbig) © Kaninchenzeitung

Herkunft: Frankreich um 1920 (Biber-Rexe)

Abteilung VI: Kurzhaarrassen

Dalmatiner-Rexe (DRex)

Bewertungsskala

Punkte
1. Gewicht 20
2. Körperform, Typ und Bau 20
3. Fellhaar 15
4. Kopfzeichnung 15
5. Rumpfzeichnung 15
6. Farbe 10
7. Pflegezustand 5
  100

Gewichtsbewertung

2,75 bis 3,00 bis 3,25 über 3,25 Höchstgewicht
17 18 19 20 4,50 kg

1. Gewicht

Normalgewicht über 3,25 kg. Mindestgewicht 2,75 kg. Höchstgewicht 4,50 kg.

2. Körperform, Typ und Bau

Von allen Rexrassen wird der Rextyp gefordert. Er entspricht dem Urtyp der Castor-Rexe. Infolge der Kurzhaarigkeit treten die einzelnen Körpermerkmale schärfer in Erscheinung als bei den Normalhaarrassen. Darauf ist bei der Beurteilung der Form Rücksicht zu nehmen.
Der Körper ist leicht gestreckt, Vorder- und Hinterpartie sind möglichst gleichmäßig breit und ausgeglichen. Die Rückenlinie verläuft ebenmäßig, die Hinterpartie ist gut gerundet. Die Läufe sind gerade, mittellang und kräftig; sie bewirken eine mittelhohe Stellung. Die Blume wird anliegend und aufrecht getragen. Der Hals tritt kaum sichtbar in Erscheinung.
Bei den Häsinnen aller Rexrassen ist eine kleine, wohlgeformte Wamme zulässig. Die Körperform der Häsinnen ist in allen Teilen zierlicher. Der Kopf ist ein wenig länglich; Stirn und Schnauzenpartie sind breit, die Backen kräftig. Die Ohren werden straff aufgerichtet getragen, sie sind kräftig und fest im Gewebe. In der Länge und Breite müssen sie der Körpergröße entsprechen, doch erscheinen sie wegen des kürzeren Fellhaares etwas länger als bei den entsprechenden Normalhaarrassen.

Leichte Fehler: Siehe »Allgemeines«. Ferner leichte Abweichungen vom Rextyp, z.B. etwas plumpe Erscheinung oder nicht entsprechende Stellung. Nicht entsprechend ausgeprägte Kopfbildung. Dünne, faltige Ohren; kurze oder lange, nicht der Körpergröße und dem Typ entsprechende Ohren.
Schwere Fehler:
Siehe »Allgemeines«. Insbesondere stark vom Rextyp abweichender Rumpf. Stark vom Rasse- bzw. Geschlechtstyp abweichende Kopfbildung. Gänzlich abweichende Trageweise der Ohren.

3. Fellhaar

Die folgenden Bestimmungen für das Fellhaar gelten ebenfalls für alle Rexrassen:
Infolge seiner sehr feinen Begrannung fühlt sich das Fellhaar der Kurzhaarkaninchen viel weicher, samtartiger an als das der Normalhaarkaninchen. Die Behaarung ist sehr dicht und besitzt ein auf dem Haarboden fast senkrecht stehendes Fellhaar, das auf der Rückenmitte eine Länge von 17-20 mm haben muss. Die einzelnen Haare dürfen weder wellig sein noch Locken bilden. Sie müssen über eine genügende Stabilität verfügen. Wenn man mit der flachen Hand gegen den Strich über das Fellhaar streicht, sollen sie fast senkrecht stehen bleiben oder nur langsam in ihre Ausgangslage zurückgehen. Bleiben die Haare nach dem Streichen gegen den Strich liegen, so ist dies ein Anzeichen von zu dünnem Fellhaar. Die feinen, nicht gekrümmten Grannenhaare sollen mit dem Unterhaar in gleicher Höhe abschneiden. Die Grannenspitzen dürfen aus dem Wollflaum höchstens 1 mm herausragen mit Ausnahme der Seitenspitzen bei den Loh-Rexen. Der Nackenkeil sei möglichst klein und lockenfrei. Doch werden sich wellige Haare im Nackenkeil und am Bauch (Geschlechtspartie) nicht vermeiden lassen. Je glatter die Nackenpartie, desto besser die Haarstruktur auch der übrigen Körperpartien und desto wertvoller das Fellhaar. Die Ohren sind gut behaart. Wird eine Kahlstelle am Sprunggelenk bei ausgestrecktem Hinterlauf überdeckt, so erfolgt kein Punktabzug wegen dieses Befunds.

Leichte Fehler: Siehe »Allgemeines«. Ferner Besonderheiten zum Fellhaar der Kurzhaarrassen: Leichte Wirbel- oder Lockenbildung in der Decke (ausgenommen Keil und Bauch); leicht überstehende Grannen; wenig Unterhaardichte, etwas dünnes Fellhaar, schwache Fellhaarstruktur, wenig behaarte Ohren, wenig Spürhaare.
Schwere Fehler:
Siehe »Allgemeines«. Ferner Besonderheiten zum Fellhaar der Kurzhaarrassen: Zu kurzes oder zu langes Haar; sehr lange Begrannung; starke Wirbel- oder Lockenbildung in der Decke. Nicht überdeckbare Kahlstellen am Sprunggelenk bei ausgestrecktem Hinterlauf und Kahlstellen an den Zehenballen der Vorderläufe. Gänzlich fehlende Spürhaare.

4. Kopfzeichnung

Die symmetrische Kopfzeichnung der Typenschecken soll möglichst aufgelockert sein; dies gilt für alle Zeichnungsmerkmale einschließlich Schmetterling und Augenringe. Die Punktscheckung soll ungleichmäßig über den Kopf verteilt sein. Sie soll auch die Ohren erfassen; daher soll die weiße Grundfarbe in die Ohren hinaufreichen. Die Zeichnung darf jedoch an den Ohren überwiegen. Die Schnauzpartie sei punktförmig gezeichnet.

Leichte Fehler: Wenig aufgelockerte Kopfzeichnung; durchgehende Schmetterlingszeichnung an der Schnauzpartie. Wenige Zeichnungspunkte am Kopf.
Schwere Fehler:
Zeichnungsleerer oder stark mit grober Zeichnung bedeckter Kopf. Gänzliches Fehlen von Zeichnungspunkten an der Schnauzpartie. Gänzlich mit Zeichnung bedeckte (völlig dunkle) oder ganz zeichnungslose (weiße) Ohren.

5. Rumpfzeichnung

Anzustreben ist die typische Dalmatiner-Scheckung. Der Aalstrich darf nicht durchgehen; vielmehr muss er in unregelmäßige Punkte aufgelöst sein.
Die unterschiedlich großen Zeichnungspunkte sollen den ganzen Körper bedecken. Sie dürfen nicht zu klein sein. Als ideal gilt ein Durchmesser von ca. 1,5 - 3,5 cm. Die Punkte sollen möglichst frei stehen, mit anderen nicht zusammenhängen oder mit diesen größere zusammenhängende Farbflächen bilden. Auch an Brust, Bauch, Blume und Läufen sind Zeichnungspunkte erwünscht. Auf jeder Körperseite sollten wenigstens 5 Zeichnungspunkte gut verteilt in Erscheinung treten.

Leichte Fehler: Wenig Zeichnungspunkte am Rumpf. Etwas grobe, flächenartig erscheinende Punkte. Einzelne flächenartig aneinanderhängende Punkte. Größere zeichnungsleere Körperpartien (mit Ausnahme von Bauch und Läufen).
Schwere Fehler:
Zu schwache Rumpfzeichnung, d.h. weniger als 3 Zeichnungspunkte auf jeder Körperseite. Durchgehender Aalstrich. Stark flächenartig zusammenhängende Rumpfzeichnung.

6. Farbe

Die Grundfarbe, mit gutem Glanz versehen, ist rein weiß. Ebenso weiß ist die Unterfarbe, die sich von der Grundfarbe nicht unterscheidet.
Zugelassen sind die Farbenschläge schwarz-weiß, blau-weiß, havannafarbig-weiß, sepia-braun-weiß sowie die Dreifarben-Scheckung (schwarz-gelb-weiß). Die Augen sind braun, bei den blau-weißen Tieren blaugrau. Die Krallen sind pigmentlos (weiß). Einzelne farbige Krallen beeinträchtigen den Wert eines Tieres nicht und bleiben unberücksichtigt. Die Zeichnungspunkte sollen nicht mit weißen Haaren durchsetzt sein.
Anmerkung zur Farbe sepiabraun: Die Farbe sepiabraun ist ein leuchtendes Mittelbraun mit rötlicher Tönung, die durch eine intensiv durchscheinende gelb-rot-braune Unterfarbe hervorgerufen wird.

Leichte Fehler:Leichte Durchsetzung der Körperpunkte mit weißen Haaren. Durchgehend weiße Grundfarbe an der Vorderseite der beiden Ohren; durchgehend melierte Ohrenfarbe. Kleine weiße Flecken in den Zeichnungspunkten. Für die Dreifarben-Scheckung (schwarz-gelb-weiß) gilt als leichter Fehler: Vorherrschen einer Zeichnungsfarbe im Bereich der Kopf- oder Rumpfzeichnung.
Schwere Fehler:
Andere als die zugelassene Augenfarbe. Zu stark weiß durchsetzte oder ganz unreine Zeichnungsfarbe. Überwiegend farbige Krallen. Für die Dreifarben-Scheckung (schwarz-gelb-weiß) gilt als schwerer Fehler: Fehlen einer Zeichnungsfarbe in der Kopfzeichnung. Fehlen einer Zeichnungsfarbe in der Rumpfzeichnung.

7. Pflegezustand

Nur in hervorragendem Pflegezustand werden die Tiere zur Bewertung zugelassen. Es obliegt deshalb dem Züchter, seine Tiere mit Fleiß und Geschick gebührend vorzubereiten. Hierzu gehören: saubere Läufe, Ohren und Geschlechtspartie, gut beschnittene und reinliche Krallen usw.
Anmerkung: Da ein guter Pflegezustand die absolute Voraussetzung eines jeden Ausstellungstieres ist, wird in dieser Position keine positive Bemerkung gegeben.

Leichte Fehler: Leichter Stallschmutz, geringfügig unsaubere Ohren oder Geschlechtsteile; lange Krallen. Leichte Filzbildung bei Normal-, Haarstruktur- und Kurzhaarrassen.
Schwere Fehler: Stark verschmutzte Tiere. Starke Filzbildung bei Normalhaar-, Haarstruktur- und Kurzhaarrassen.

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