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Meißner Widder gelb

Meißner Widder gelb

© Karin Wolters

Herkunft:

um 1900 in Deutschland herausgezüchtet (Leo Reck aus Meißen)

Abteilung II: Mittelgroße Rassen

Meißner Widder (MW)

Bewertungsskala

Punkte
1. Gewicht 20
2. Körperform, Typ und Bau 20
3. Fellhaar 15
4. Kopfbildung und Behang 15
5. Silberung, Deckfarbe und Gleichmäßigkeit 15
6. Unterfarbe 10
7. Pflegezustand 5
  100

Gewichtsbewertung

3,50 bis 3,75 bis 4,00 bis 4,25 bis 4,50 über 4,50 Höchstgewicht
15 16 17 18 19 20 5,50 kg

1. Gewicht

Normalgewicht über 4,50 kg. Mindestgewicht 3,50 kg. Höchstgewicht 5,50 kg.

2. Körperform, Typ und Bau

Der Meißner Widder ist weniger gedrungen und massig als der Deutsche Widder. Sein Körper ist leicht gestreckt, Brust und Hinterpartie sind breit. Der Rücken ist schön gewölbt und hinten gut abgerundet. Die kräftigen Läufe stehen breitgestellt und werden gerade aufgesetzt; die Stellung des Körpers ist mittelhoch. Bei älteren Häsinnen ist eine kleine, gut geformte Wamme zulässig.

Leichte und schwere Fehler: Siehe »Allgemeines«.

3. Fellhaar

Das Fellhaar ist dicht, gut und gleichmäßig begrannt und besitzt eine Länge von etwa 3 cm. Die Ohren sind gut behaart.

Leichte und schwere Fehler: Siehe »Allgemeines«.

4. Kopfbildung und Behang

Der Kopf mit dem schönen, gebogenen Nasenrücken erscheint im Profil widderartig, jedoch nicht mit dem ausgeprägten Widdertyp des Deutschen Widders. Im Übrigen soll der Kopf kräftig, mit einer breiten Stirn- und Schnauzpartie versehen sein. Der Kopf der Häsin ist dem Geschlechtscharakter entsprechend etwas weniger markant als beim Rammler. Der Behang ist aufgrund der geringeren Größe gegenüber dem Deutschen Widder etwas kürzer. Die Behanglänge beträgt 36 - 42 cm. Der Behang ist gut angesetzt und wird zu beiden Seiten des Kopfes hufeisenförmig, röhrenartig voll und mit der Schallöffnung nach innen getragen. Die Ohren sind kräftig und fest im Gewebe und an den Enden gut abgerundet.

Leichte Fehler: Nicht entsprechend ausgebildete Kopfbildung. Schwacher, dünner oder schlecht getragener Behang. Etwas kurzer oder langer, nicht zur Körpermasse passender Behang. Abstehender (schwebender) Behang.
Schwere Fehler:
Gänzliches Fehlen des Widderkopftyps. Weniger als 36 cm und mehr als 42 cm Behanglänge. Waagerecht oder teilweise aufrecht getragene Ohren.

5. Silberung, Deckfarbe und Gleichmäßigkeit

Anerkannt sind die Farbenschläge der Deutschen Großsilber. Für die Silberung, die Deckfarbe und die Gleichmäßigkeit gelten dementsprechend die gleichen Forderungen wie bei den Deutschen Großsilbern, d.h. die Deckfarbe soll am ganzen Körper gleichmäßig gesilbert und mit reichlichem Glanz versehen sein.

Leichte und schwere Fehler: Für die leichten und schweren Abweichungen in der Silberung und Deckfarbe - einschließlich jeweils der Gleichmäßigkeit - gelten sinngemäß die entsprechenden Fehler der Deutschen Großsilber.

6. Unterfarbe

Für die Unterfarbe - beim Farbenschlag gelb, Zwischen- und Unterfarbe - gelten die entsprechenden Bestimmungen der Deutschen Großsilber.

Leichte und schwere Fehler: Für die leichten und schweren Abweichungen der Unterfarbe bzw. der Zwischen- und Unterfarbe gelten ebenfalls die entsprechenden Fehler der Deutschen Großsilber.

7. Pflegezustand

Nur in hervorragendem Pflegezustand werden die Tiere zur Bewertung zugelassen. Es obliegt deshalb dem Züchter, seine Tiere mit Fleiß und Geschick gebührend vorzubereiten. Hierzu gehören: saubere Läufe, Ohren und Geschlechtspartie, gut beschnittene und reinliche Krallen usw.
Anmerkung: Da ein guter Pflegezustand die absolute Voraussetzung eines jeden Ausstellungstieres ist, wird in dieser Position keine positive Bemerkung gegeben.

Leichte Fehler: Leichter Stallschmutz, geringfügig unsaubere Ohren oder Geschlechtsteile; lange Krallen. Leichte Filzbildung bei Normal-, Haarstruktur- und Kurzhaarrassen.
Schwere Fehler: Stark verschmutzte Tiere. Starke Filzbildung bei Normalhaar-, Haarstruktur- und Kurzhaarrassen.

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