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Kleinchinchilla

Kleinchinchilla

© Kaninchenzeitung

Herkunft:

Frankreich um 1913

Abteilung III: Kleine Rassen

Kleinchinchilla (KlCh)

Bewertungsskala

Punkte
1. Gewicht 20
2. Körperform, Typ und Bau 20
3. Fellhaar 15
4. Deckfarbe und Schattierung 15
5. Zwischenfarbe 15
6. Unterfarbe 10
7. Pflegezustand 5
  100

Gewichtsbewertung

2,25 bis 2,375 bis 2,50 bis 2,625 bis 2,75 über 2,75 Höchstgewicht
15 16 17 18 19 20 3,25 kg

1. Gewicht

Normalgewicht über 2,75 kg. Mindestgewicht 2,25 kg. Höchstgewicht 3,25 kg.

2. Körperform, Typ und Bau

Der Körper ist gedrungen und breit, die Rückenlinie verläuft ebenmäßig und ist hinten gut abgerundet. Der Kopf ist kurz, breit und dicht am Körper angesetzt. Die Ohren sind kurz, kräftig und stabil im Gewebe. Die kurzen Läufe sind mittelstark. Die Häsin ist wammenfrei. Bei älteren Häsinnen ist ein Wammenansatz zulässig.

Leichte und schwere Fehler: Siehe »Allgemeines«.

3. Fellhaar

Das Fellhaar ist nicht zu kurz, sehr dicht im Unterhaar und vollgriffig sowie mit einer gut entwickelten, nicht zu harten Begrannung versehen. Die Ohren sind gut behaart.

Leichte und schwere Fehler: Siehe »Allgemeines«.

4. Deckfarbe und Schattierung

Die Gesamtfarbe der Decke erscheint als ein bläulich abgetöntes lichtes Asch-grau mit einer kräftigen, flockigen schwarzen Schattierung, die am stärksten auf dem Rücken ausgeprägt ist. Diese wird hervorgerufen durch schwarz gespitzte Grannenhaare, die bündelweise beisammenstehen und unregelmäßig über den Körper verteilt erscheinen. Die Farbe von Brust und Läufen soll der Gesamtfarbe entsprechen. Die Deckfarbe soll an den Seiten des Körpers möglichst weit nach unten reichen. Der Ohrenrand ist schwarz gefärbt und sauber abgegrenzt. Der Keil im Genick ist klein und von grauweißer Farbe. Die Blume ist oben schwarz und mit grauweißen Haaren intensiv gesprenkelt, die Unterseite ist weiß. Ebenfalls weiß ist die Bauchdeckfarbe. Die Augen sind dunkelbraun, die Krallen schwarzbraun.

Leichte Fehler: Etwas helle Brust oder Vorderläufe; Bindenansätze; etwas helle Seiten oder Flanken. Etwas bräunlicher Anflug an Kopf oder Ohren. Großer Nackenkeil. Schmaler Ohrenrand; durch Ein- oder Ausläufer unsauber abgegrenzter Ohren-rand; leichte Durchsetzung des Ohrenrands mit andersfarbigen Haaren. Gleichmäßig wirkende Schattierung; schwach gesprenkelte Blumenoberseite.
Schwere Fehler:
Gänzlich helle Brust oder Vorderläufe. Rein weiße Binden. Stark bräunlicher Anflug in der Deckfarbe. Weiße Flecken in der Deckfarbe. Gelber Nackenkeil. Stark weiß durchsetzter Ohrenrand oder sichtbar weißer Fleck oder Büschel im Ohrenrand. Völlig gleichmäßige oder silbrige Schattierung. Völlig schwarze Blumenoberseite. Marmorierte oder andere als braune Augenfarbe. Zweierlei oder pigmentlose (weiße) Krallen.

5. Zwischenfarbe

Die Zwischenfarbe ist weiß; sie sollte nicht breiter als 5 mm sein und muss sich von der Deck- und der Unterfarbe scharf abgrenzen. Das gesamte Farbenspiel des Felltrichters ist um so leuchtender, je schärfer die einzelnen Farbzonen von-einander abgegrenzt sind.

Leichte Fehler: Schmale oder verschwommene Zwischenfarbe.
Schwere Fehler:
Bräunlicher Ton in der Zwischenfarbe. Gänzliches Fehlen der Zwischenfarbe; zu breite Zwischenfarbe, wenn sie mehr als 8 mm beträgt.

6. Unterfarbe

Die Unterfarbe beginnt am Haarboden und erfasst etwa 2/3 der Haarlänge; sie ist dunkelblau. Die Bauchunterfarbe ist ebenfalls dunkelblau. Bei älteren Häsinnen muss die Bauchunterfarbe zumindest in der Schoßpartie noch vorhanden sein. Die Unterfarbe an der Blumenunterseite bleibt unberücksichtigt.

Leichte Fehler: Etwas unreine, durchsetzte, helle Unterfarbe; bräunliche Unterfarbe am Bauch, Bauchunterfarbe nur im Brust- und Schoßbereich bei Rammlern und Junghäsinnen bzw. nur im Schoßbereich bei älteren Häsinnen; helle oder weiße Bauchunterfarbe im vorderen Bauchbereich. Schwache oder fehlende Bauchunterfarbe an den Innenseiten der Hinterläufe und im Bereich des Afters.
Schwere Fehler:
Stark durchsetzte, stark aufgehellte Unterfarbe. Gänzliches Fehlen der blauen Bauchunterfarbe.

7. Pflegezustand

Nur in hervorragendem Pflegezustand werden die Tiere zur Bewertung zugelassen. Es obliegt deshalb dem Züchter, seine Tiere mit Fleiß und Geschick gebührend vorzubereiten. Hierzu gehören: saubere Läufe, Ohren und Geschlechtspartie, gut beschnittene und reinliche Krallen usw.
Anmerkung: Da ein guter Pflegezustand die absolute Voraussetzung eines jeden Ausstellungstieres ist, wird in dieser Position keine positive Bemerkung gegeben.

Leichte Fehler: Leichter Stallschmutz, geringfügig unsaubere Ohren oder Geschlechtsteile; lange Krallen. Leichte Filzbildung bei Normal-, Haarstruktur- und Kurzhaarrassen.
Schwere Fehler: Stark verschmutzte Tiere. Starke Filzbildung bei Normalhaar-, Haarstruktur- und Kurzhaarrassen.

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