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Japaner

Japaner (schwarz-gelb) © Kaninchenzeitung

Herkunft:

Frankreich um 1887

Abteilung II: Mittelgroße Rassen

Japaner (J)

Bewertungsskala

Punkte
1. Gewicht 20
2. Körperform, Typ und Bau 20
3. Fellhaar 15
4. Kopf und Ohrenzeichnung 15
5. Rumpfzeichnung 15
6. Farbe 10
7. Pflegezustand 5
  100

Gewichtsbewertung

2,75 bis 3,00 bis 3,25 bis 3,50 bis 3,75 über 3,75 Höchstgewicht
15 16 17 18 19 20 4,50 kg

1. Gewicht

Normalgewicht über 3,75 kg. Mindestgewicht 2,75 kg. Höchstgewicht 4,50 kg.

2. Körperform, Typ und Bau

Der Körper ist walzenförmig, gedrungen, vorne und hinten gleich breit, hinten gut abgerundet, die Rückenlinie ebenmäßig. Der Kopf ist kräftig und am Körper kurz angesetzt. Die Ohren sind fest im Gewebe und entsprechen dem Körper. Die Häsin ist insgesamt etwas feiner gebaut und sei mög-lichst wammenfrei. Bei älteren Häsinnen ist eine kleine, gut geformte Wamme zulässig.

Leichte und schwere Fehler: Siehe »Allgemeines«.

3. Fellhaar

Das Fellhaar ist mittellang, das Unterhaar dicht, die Begrannung fein und gleichmäßig. Die Ohren sind gut behaart.

Leichte und schwere Fehler: Siehe »Allgemeines«.

4. Kopf und Ohrenzeichnung

Für die Kopf- und Ohrenzeichnung des Japanerkaninchens ist charakteristisch der Kontrast der Farben Schwarz bzw. Schwarzgeblümt und Gelb bzw. Gelbgeblümt. Als ideal gilt eine kreuzweise geteilte Zeichnungsanlage.

Leichte Fehler: Nicht kreuzweise geteilte Kopf- und Ohrenzeichnung.
Schwere Fehler:
Gänzlich einheitlich geblümter Kopf mit beidseitig gleichfarbigen Ohren

5. Rumpfzeichnung

Die Farben Schwarz und Gelb sind über den ganzen Körper unregelmäßig verteilt, ohne dabei zu große Farbfelder zu bilden. Gefordert wird, durchgehend oder versetzt, die Ring- oder Fleckenzeichnung. Die Zeichnung ist um so wertvoller, je abwechslungsreicher die Streifung an beiden Körperseiten ist. Auf jeder Seite werden wenigstens 3 Farbfelder, die sich auf der Mitte des Rückens teilen, gefordert. Tiere mit einer unterschiedlichen Anzahl von Farbfeldern auf beiden Seiten können bewertet werden. Die Zeichnung von Brust und Vorderläufen soll mit der Kopf- und Ohrenzeichnung übereinstimmen, wobei Schwarz und Gelb kreuzweise versetzt sein sollen.

Leichte Fehler: Große Farbfelder (mehr als 1/3 der Körperlänge), einfarbige Vorderläufe mit gleichfalls einfarbiger Brustfarbe.
Schwere Fehler:
Völlig durchsetzte, verschwommene Farbfelder am Rumpf. Weniger als 3 Farbfelder auf einer Seite.

6. Farbe

Das Japanerkaninchen ist zweifarbig und zwar schwarz-gelb. Die beiden Farben Schwarz und Gelb sollen sich durch gute Abgrenzung der Farbfelder kontrastreich voneinander abheben. Die einzelnen Farbfelder werden rein erwünscht, ohne starke Durchsetzung der Zeichnungsfarben. Die Farbfelder sollen in der Mitte intensiv farbig und mit gutem Glanz versehen sein. Die gelbe Farbe darf variieren, doch ist eine satte Farbe vorzuziehen. Die Farbe des Bauches ist insgesamt etwas matter und glanzloser. Am Bauch, an der Innenseite der Läufe und der Unterseite der Blume bleiben weiße Flecken oder Felder unberücksichtigt. Die Farben verlieren bei mehrjährigen Tieren ihre Leuchtkraft, dies ist bei der Beurteilung zu berücksichtigen. Die Augen sind braun, die Krallen sind hornfarbig.

Leichte Fehler: Etwas unreine, durchsetzte Farben.
Schwere Fehler:
Weiße Flecken oder Felder an den sichtbaren oberen Körperteilen; weiße Abzeichen an Nase oder Zehen. Andere als braune Augen, pigmentlose Krallen.

7. Pflegezustand

Nur in hervorragendem Pflegezustand werden die Tiere zur Bewertung zugelassen. Es obliegt deshalb dem Züchter, seine Tiere mit Fleiß und Geschick gebührend vorzubereiten. Hierzu gehören: saubere Läufe, Ohren und Geschlechtspartie, gut beschnittene und reinliche Krallen usw.
Anmerkung: Da ein guter Pflegezustand die absolute Voraussetzung eines jeden Ausstellungstieres ist, wird in dieser Position keine positive Bemerkung gegeben.

Leichte Fehler: Leichter Stallschmutz, geringfügig unsaubere Ohren oder Geschlechtsteile; lange Krallen. Leichte Filzbildung bei Normal-, Haarstruktur- und Kurzhaarrassen.
Schwere Fehler: Stark verschmutzte Tiere. Starke Filzbildung bei Normalhaar-, Haarstruktur- und Kurzhaarrassen.

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