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Hasenkaninchen, weiß

Hasenkaninchen (weiß) © Kaninchenzeitung

Herkunft:

Belgien um 1920

Abteilung II: Mittelgroße Rassen

Hasenkaninchen (Ha), weiß

Bewertungsskala

Punkte
1. Gewicht 20
2. Körperform, Typ und Bau 20
3. Fellhaar 15
4. Läufe 15
5. Kopf und Ohren 15
6. Farbe und Gleichmäßigkeit 10
7. Pflegezustand 5
  100

Gewichtsbewertung

2,50 bis 2,75 bis 3,00 bis 3,25 bis 3,50 über 3,50 Höchstgewicht
15 16 17 18 19 20 4,25 kg

1. Gewicht

Normalgewicht über 3,50 kg. Mindestgewicht 2,50 kg. Höchstgewicht 4,25 kg.

2. Körperform, Typ und Bau

Der Körper ist langgestreckt und schnittig; entscheidendes Typmerkmal ist die hohe Stellung. Der Rücken ist feingewölbt, die Lendenpartie ist abgerundet. Die Brust wird hoch getragen und ist wammenfrei. Die Blume ist länger als bei anderen Rassen, das Hin- und Herschlagen (spielende Blume) ist kein Fehler.

Leichte Fehler: Siehe »Allgemeines«. Insbesondere: Etwas plumper, etwas massiger und zur Kürze neigender Körperbau. Etwas knochiger Rücken. Etwas tiefe Stellung.
Schwere Fehler: Siehe »Allgemeines«. Insbesondere: Stark knochiger Rücken, stark eingefallene Weichen. Fehlende Stellung und Bodenfreiheit.

3. Fellhaar

Der Typ des Hasenkaninchens wird unterstützt durch ein - im Vergleich zu anderen Mittelgroßen Rassen - deutlich kürzeres Fellhaar. Das Fellhaar ist daher knapp mittellang, reichlich begrannt und zeichnet sich durch eine gute Unterhaardichte aus. Die Ohren sind gut behaart.

Leichte und schwere Fehler: Siehe »Allgemeines«.

4. Läufe

Die recht langen, gerade aufgesetzten und feinen Vorderläufe bewirken die typisch hohe Stellung des Hasenkaninchens. Die möglichst kurzen Zehen bewirken den sogenannten Katzentritt. Ebenfalls recht lang und schmal sind die parallel zum Körper verlaufenden Hinterläufe. Beim Rammler sind die Läufe naturgemäß kräftiger als bei der Häsin.

Leichte Fehler: Etwas kurze und/oder etwas grobe, starke Vorderläufe; schwache, leicht durchtretende Vorderläufe; nicht gerade aufgesetzte Vorderläufe. Nicht parallel zum Körper stehende Hinterläufe. Teilweise versteifte Zehen.
Schwere Fehler:
Zu kurze und/oder zu grobe, starke Läufe; starkes Durchtreten der Vorderläufe. Starke Kuhhessigkeit. Gänzlich versteifte Zehen.

5. Kopf und Ohren

Der Kopf ist länglich und edel geformt, der feine Hals tritt im Gegensatz zu anderen Rassen deutlich in Erscheinung. Die Ohren sind fein im Gewebe, gut aufgesetzt, sehr beweglich und entsprechen in ihrer Länge dem gestreckten, schnittigen Körper.

Leichte Fehler: Nicht entsprechend ausgeprägte Kopfbildung. Etwas kurze Ohren, grobes Ohrengewebe.
Schwere Fehler:
Stark vom Rasse- bzw. Geschlechtstyp abweichende Kopfbildung. Gänzlich abweichende Trageweise der Ohren.

6. Farbe und Gleichmäßigkeit

Die Deckfarbe, mit gutem Glanz versehen, ist rein weiß und erstreckt sich ohne jegliche farbliche Abweichung über den ganzen Körper, Kopf und Ohren, Bauchseite und Läufe eingeschlossen. Ebenso weiß ist die Unterfarbe, die sich von der Deckfarbe nicht unterscheidet. Die Augen sind rot durchleuchtend, die Krallen sind pigmentlos (weiß).

Leichte Fehler: Farbabweichungen am Körper; leicht gelblicher oder grauer Anflug; schwacher Glanz.
Schwere Fehler:
Stark gelblicher oder grauer Anflug in der Deckfarbe, fehlender Glanz, andere als die geforderte Augenfarbe. Zweierlei Krallenfarbe.

7. Pflegezustand

Nur in hervorragendem Pflegezustand werden die Tiere zur Bewertung zugelassen. Es obliegt deshalb dem Züchter, seine Tiere mit Fleiß und Geschick gebührend vorzubereiten. Hierzu gehören: saubere Läufe, Ohren und Geschlechtspartie, gut beschnittene und reinliche Krallen usw.
Anmerkung: Da ein guter Pflegezustand die absolute Voraussetzung eines jeden Ausstellungstieres ist, wird in dieser Position keine positive Bemerkung gegeben.

Leichte Fehler: Leichter Stallschmutz, geringfügig unsaubere Ohren oder Geschlechtsteile; lange Krallen. Leichte Filzbildung bei Normal-, Haarstruktur- und Kurzhaarrassen.
Schwere Fehler: Stark verschmutzte Tiere. Starke Filzbildung bei Normalhaar-, Haarstruktur- und Kurzhaarrassen.

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