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Großchinchilla

Großchinchilla © Kaninchenzeitung

Herkunft:

England um 1818

Abteilung II: Mittelgroße Rassen

Großchinchilla (GrCh)

Bewertungsskala

Punkte
1. Gewicht 20
2. Körperform, Typ und Bau 20
3. Fellhaar 15
4. Deckfarbe und Schattierung 15
5. Zwischenfarbe 15
6. Unterfarbe 10
7. Pflegezustand 5
  100

Gewichtsbewertung

3,50 bis 3,75 bis 4,00 bis 4,25 bis 4,50 über 4,50 Höchstgewicht
15 16 17 18 19 20 5,50 kg

1. Gewicht

Normalgewicht über 4,50 kg. Mindestgewicht 3,50 kg. Höchstgewicht 5,50 kg.

2. Körperform, Typ und Bau

Der Körper ist leicht gestreckt, dabei walzenförmig, vorne und hinten gleich breit. Die Rückenlinie ist ebenmäßig und hinten gut abgerundet. Der Kopf ist kräftig entwickelt und kurz am Körper angesetzt. Die Läufe sind stark und mittellang. Die Ohren sind kräftig angesetzt, sehr stabil und fest im Gewebe und passen zum Körper. Bei älteren Häsinnen ist eine kleine, gut geformte Wamme zugelassen.

Leichte und schwere Fehler: Siehe »Allgemeines«.

3. Fellhaar

Das Fellhaar ist mit etwa 3 cm mittellang, dicht im Unterhaar und mit einer gut entwickelten und nicht zu harten Begrannung versehen. Die Ohren sind gut behaart.

Leichte und schwere Fehler: Siehe »Allgemeines«.

4. Deckfarbe und Schattierung

Die Gesamtfarbe der Decke erscheint als ein lichtes, bläulich getöntes Aschgrau und ist kräftig, flockig, schwarz schattiert. Die Schattierung ist auf dem Rücken am stärksten ausgeprägt. Diese wird hervorgerufen durch schwarz gespitzte Grannenhaare, die bündelweise beisammenstehen und unregelmäßig über den Körper verteilt erscheinen. Die Farbe von Brust und Läufen soll der Gesamtfarbe entsprechen. Die Deckfarbe soll an den Seiten des Körpers möglichst weit nach unten reichen. Der Ohrenrand ist schwarz gefärbt und sauber abgegrenzt. Der Keil im Genick ist klein und von grauweißer Farbe. Die Blume ist oben schwarz und mit grauweißen Haaren intensiv gesprenkelt, die Unterseite ist weiß. Ebenfalls weiß ist die Bauchdeckfarbe. Die Augen sind dunkelbraun, die Krallen schwarzbraun.

Leichte Fehler: Etwas helle Brust oder Vorderläufe; Bindenansätze; etwas helle Seiten oder Flanken. Etwas bräunlicher Anflug an Kopf oder Ohren. Großer Nackenkeil. Schmaler Ohrenrand; durch Ein- oder Ausläufer unsauber abgegrenzter Ohrenrand; leichte Durchsetzung des Ohrenrands mit andersfarbigen Haaren. Gleichmäßig wirkende Schattierung; schwach gesprenkelte Blumenoberseite.
Schwere Fehler:
Gänzlich helle Brust oder Vorderläufe. Rein weiße Binden. Stark bräunlicher Anflug in der Deckfarbe. Gelber Nackenkeil. Stark weiß durchsetzter Ohrenrand oder sichtbar weißer Fleck oder Büschel im Ohrenrand. Völlig gleichmäßige oder silbrige Schattierung. Völlig schwarze Blumenoberseite. Marmorierte oder andere als braune Augenfarbe. Zweierlei oder pigmentlose Krallen. Weiße Flecken in der Deckfarbe.

5. Zwischenfarbe

Die weiße Zwischenfarbe ist etwa 1/2 cm breit und soll sich von der Unter- und Deckfarbe scharf abgrenzen. Je schärfer die einzelnen Farbzonen abgegrenzt sind, desto leuchtender erscheint das gesamte Farbenspiel des Farbtrichters.

Leichte Fehler: Schmale oder verschwommene Zwischenfarbe.
Schwere Fehler:
Bräunlicher Ton in der Zwischenfarbe. Gänzliches Fehlen der Zwischenfarbe; zu breite Zwischenfarbe, wenn sie mehr als 10 mm beträgt.

6. Unterfarbe

Die Unterfarbe beginnt am Haarboden und erfasst etwa 2/3 der Haarlänge; sie ist dunkelblau. Die Bauchunterfarbe ist ebenfalls dunkelblau. Bei älteren Häsinnen muss die Bauchunterfarbe zumindest in der Schoßpartie noch vorhanden sein. Die Unterfarbe an der Blumenunterseite bleibt unberücksichtigt.

Leichte Fehler: Etwas unreine, durchsetzte, helle Unterfarbe; bräunliche Unterfarbe am Bauch, Bauchunterfarbe nur im Brust- und Schoßbereich bei Rammlern und Junghäsinnen bzw. nur im Schoßbereich bei älteren Häsinnen; helle oder weiße Bauchunterfarbe im vorderen Bauchbereich. Schwache oder fehlende Bauchunterfarbe an den Innenseiten der Hinterläufe und im Bereich des Afters.
Schwere Fehler:
Stark durchsetzte, stark aufgehellte Unterfarbe. Gänzliches Fehlen der blauen Bauchunterfarbe.

7. Pflegezustand

Nur in hervorragendem Pflegezustand werden die Tiere zur Bewertung zugelassen. Es obliegt deshalb dem Züchter, seine Tiere mit Fleiß und Geschick gebührend vorzubereiten. Hierzu gehören: saubere Läufe, Ohren und Geschlechtspartie, gut beschnittene und reinliche Krallen usw.
Anmerkung: Da ein guter Pflegezustand die absolute Voraussetzung eines jeden Ausstellungstieres ist, wird in dieser Position keine positive Bemerkung gegeben.

Leichte Fehler: Leichter Stallschmutz, geringfügig unsaubere Ohren oder Geschlechtsteile; lange Krallen. Leichte Filzbildung bei Normal-, Haarstruktur- und Kurzhaarrassen.
Schwere Fehler: Stark verschmutzte Tiere. Starke Filzbildung bei Normalhaar-, Haarstruktur- und Kurzhaarrassen.

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