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Fuchskaninchen, chinchillafarbig

Fuchskaninchen (chinchillafarbig) © Karin Wolters

Herkunft:

Deutschland um 1920 (Herauszüchter Hermann Leifer)

Abteilung VII: Langhaarrassen

Fuchskaninchen (Fu), farbig

Bewertungsskala

Punkte
1. Gewicht 20
2. Körperform, Typ und Bau 20
3. Fellhaar 15
4. Kopf und Ohren 15
5. Deckfarbe und Gleichmäßigkeit 15
6. Unterfarbe bzw. Zwischen- und Unterfarbe 10
7. Pflegezustand 5
  100

Gewichtsbewertung

2,50 bis 2,625 bis 2,75 bis 2,875 bis 3,00 über 3,00 Höchstgewicht
15 16 17 18 19 20 4,00 kg

1. Gewicht

Normalgewicht über 3,00 kg. Mindestgewicht 2,50 kg. Höchstgewicht 4,00 kg.

2. Körperform, Typ und Bau

Der Körper ist gedrungen, besitzt eine breite Brust und Hinterpartie, ist geschlossen und gut bemuskelt, der Rücken gut abgerundet. Die Läufe sind mittelstark, gerade, nicht zu lang, die Hinterläufe bewegen sich parallel zum Körper. Die kurze Blume liegt gut an.
Durch die lange Behaarung treten die Umrisse der Körperform weniger scharf zutage als bei den Normalhaarrassen. Die Häsin ist wammenfrei; bei älteren Häsinnen ist eine kleine, gut geformte Wamme zulässig.

Leichte und schwere Fehler: Siehe »Allgemeines«.

3. Fellhaar

Das Fell ist dicht und voll behaart, die Haarlänge am gesamten Rumpf, die Bauchpartie eingeschlossen, gleichmäßig. Die Begrannung ist kräftig und gleichmäßig entwickelt. Die Haarlänge beträgt 5-6 cm. Kopf, Ohren und Läufe sind kurz, d.h. normal behaart.

Leichte Fehler: Siehe »Allgemeines«. Insbesondere unausgeglichene Haarlänge; etwas wolliges Haar, etwas wenig Dichte. Anlage zur Ohrbüschel- und Behangbildung. Leichte Filzbildung.
Schwere Fehler:
Siehe »Allgemeines«. Insbesondere zu dünne Behaarung. Haarlänge unter 4 cm oder mehr als 7 cm. Starke Filzbildung. Ausgeprägte Ohrbüschel- und Behangbildung (Angoratyp).

4. Kopf und Ohren

Der Kopf ist kräftig, kurz und dicht am Körper angesetzt. Die Ohren sind fest im Gewebe, nicht zu lang und entsprechen in ihrer Länge dem gedrungenen Körper.

Leichte Fehler: Nicht entsprechend ausgeprägte Kopfbildung. Dünne, faltige Ohren; etwas kurze oder lange, nicht der Körpergröße und dem Typ entsprechende Ohren.
Schwere Fehler:
Stark vom Rasse- bzw. Geschlechtstyp abweichende Kopfbildung. Gänzlich abweichende Trageweise der Ohren.

5. Deckfarbe und Gleichmäßigkeit

Anerkannt sind die Farbenschläge schwarz, blau, havannafarbig, fehfarbig, gelb, chinchillafarbig und gesilbert in allen anerkannten Farbenschlägen der Kleinsilber. Die Farbe muss am ganzen Körper gleichmäßig vorhanden sein, wobei die Deckfarbe der schwarzen, blauen und havannafarbigen Fuchskaninchen wegen der Haarlänge leicht fahl erscheint. Die Bauchdeckfarbe ist bei allen Farbenschlägen etwas matter. Die kurzbehaarten Körperstellen (Kopf, Ohren und Läufe) sind bei allen Farbenschlägen intensiv farbig.
Die Deckfarbe erscheint als ein bläulich getöntes Aschgrau, schwarz schattiert. Die Augen sind dunkelbraun, die Krallen schwarzbraun.

Leichte und schwere Fehler: Für die leichten und schweren Abweichungen der Deckfarbe und Gleichmäßigkeit bzw. der Silberung und Deckfarbe sowie deren Gleichmäßigkeit gelten prinzipiell die entsprechenden Fehler der Ausgangsrassen. Auf die farblichen Auswirkungen des längeren Fellhaars ist Rücksicht zu nehmen.

6. Unterfarbe bzw. Zwischen- und Unterfarbe

Beim chinchillafarbigen Farbenschlag erscheint unter der Deckfarbe eine 8-10 mm breite hellgraue bis weiße Zwischenfarbe, die möglichst scharf abgegrenzt sein soll. Beim Farbenschlag graubraun-silber ist die Zwischenfarbe möglichst leuchtend rotbraun.
Die Unterfarbe soll bei allen Farbenschlägen kräftig in Erscheinung treten. Bei den Farbenschlägen schwarz, blau, havannafarbig und chinchillafarbig ist sie blau, je dunkler desto besser. Sie ist deutlich abgegrenzt und geht bis zum Haarboden. Bei den Fehfarbigen kommt die Unterfarbe der Deckfarbe möglichst nahe, ist hier jedoch nicht scharf abgegrenzt. Bei den gelben Fuchskaninchen ist die Unterfarbe etwas heller als die Deckfarbe. Sie soll rein sein und wird am Haarboden etwas heller.

Leichte und schwere Fehler: Für die leichten und schweren Abweichungen der Unterfarbe bzw. der Zwischen- und Unterfarbe gelten prinzipiell die entsprechenden Fehler der Ausgangsrassen. Auf die farblichen Auswirkungen des längeren Fellhaars ist Rücksicht zu nehmen.

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7. Pflegezustand

Nur in hervorragendem Pflegezustand werden die Tiere zur Bewertung zugelassen. Es obliegt deshalb dem Züchter, seine Tiere mit Fleiß und Geschick gebührend vorzubereiten. Hierzu gehören: saubere Läufe, Ohren und Geschlechtspartie, gut beschnittene und reinliche Krallen usw.
Anmerkung: Da ein guter Pflegezustand die absolute Voraussetzung eines jeden Ausstellungstieres ist, wird in dieser Position keine positive Bemerkung gegeben.

Leichte Fehler: Leichter Stallschmutz, geringfügig unsaubere Ohren oder Geschlechtsteile; lange Krallen. Leichte Filzbildung bei Normal-, Haarstruktur- und Kurzhaarrassen.
Schwere Fehler: Stark verschmutzte Tiere. Starke Filzbildung bei Normalhaar-, Haarstruktur- und Kurzhaarrassen.

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