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Farbenzwerge weißgrannenfarbig schwarz

10.03.2016

Farbenzwerge weißgrannenfarbig schwarz

© Kaninchenzeitung

Herkunft:

Holland um 1935 Abteilung IV: Zwergrassen

Farbenzwerge (FbZw)

Bewertungsskala

Punkte
1. Gewicht 20
2. Körperform, Typ und Bau 20
3. Fellhaar 15
4. Kopf und Ohren 15
5. siehe Bewertungsspiegel 15
6. siehe Bewertungsspiegel 10
7. Pflegezustand 5
100

Gewichtsbewertung

1,00 bis 1,05 bis 1,10 1,10 bis 1,35 bis 1,40 bis 1,45 bis 1,50 Höchstgewicht
17 18 19 20 19 18 17 1,50 kg

1. Gewicht

Normalgewicht über 1,1 bis 1,35 kg. Mindestgewicht 1,0 kg, Höchstgewicht 1,5 kg. Die Farbenzwerge sind ausgesprochene Zwergkaninchen. Um einerseits einer allzu intensiven Verzwergung vorzubeugen und andererseits den Typus eines Zwergkaninchens vollendet zu erhalten, gilt als Normalgewicht ausgewachsener Zuchttiere ein solches zwischen 1,1 und 1,35 kg.

2. Körperform, Typ und Bau

Als ausgesprochene Zwergkaninchen weichen die Farbenzwerge im Typ ganz erheblich von den übrigen Rassen ab. Die Körperform ist gedrungen, walzenförmig, vorne und hinten gleichmäßig breit. Der Rumpf ist kurz und die Hinterpartie gut abgerundet. Die kurzen Läufe sind dem Zwergtyp angepasst. Die Blume ist klein und liegt fest am Körper an. Der Körper der Häsin unterscheidet sich von dem des Rammlers kaum und ist wie der des Rammlers von jeglichem Wammenansatz frei. Leichte Fehler: Siehe »Allgemeines«. Leichte Abweichungen vom Typ, insbesondere leicht verjüngte oder leicht gestreckte Form.
Schwere Fehler:
Siehe »Allgemeines«. Insbesondere stark vom Typ abweichender schmaler und langgestreckter Rumpf. Wammenansatz bei beiden Geschlechtern.

3. Fellhaar

Das Fellhaar der Farbenzwerge unterscheidet sich in seiner Struktur von dem der anderen Rassen. Es ist kurz und dicht und fühlt sich infolge seiner feinen Struktur etwas weicher an. Die Begrannung ist fein, gleichmäßig und ohne deutlich überstehendes grobes Grannenhaar. Die Ohren sind gut behaart. Leichte und schwere Fehler: Siehe »Allgemeines«.

4. Kopf und Ohren

Im Verhältnis zur Kleinheit des Tieres ist der Kopf groß und tritt markant in Erscheinung. Er ist kurz und kräftig, Stirn und Schnauzpartie sind breit (Stirnbreite beim Rammler in Augenhöhe etwa 5,5 cm, bei der Häsin ca. 5 cm). Der Kopf sitzt dicht am Rumpf. Die Augen sind groß und treten etwas hervor. Der Kopf der Häsin tritt ebenfalls markant in Erscheinung; er ist jedoch - v.a. infolge der weniger ausgeprägten Backenbildung - insgesamt etwas feiner.
Die Ohren sind, der Zwergform entsprechend, relativ kurz, sollen aber dennoch in einem harmonischen Verhältnis zur Größe des Kopfes und des Rumpfes stehen. Als ideal gilt eine Ohrenlänge von ca. 5,5 cm je nach Größenrahmen des Tieres. Die Mindestlänge beträgt 4,5 cm, die Höchstlänge 7 cm. Die Ohren sollen zusammenstehend, nach oben leicht v-förmig geöffnet getragen werden. Sie sollen, der Zwergrasse entsprechend, kräftig und fest im Gewebe und oben schön abgerundet sein. Leichte Fehler: Nicht entsprechend ausgeprägte Kopfbildung. Tief liegende Augen. Etwas lange Ohren über 6 cm bis zur Höchstlänge von 7 cm: Abzüge je nach Grad der Abweichung und nach Gesamterscheinungsbild - in der Regel für jeden halben Zentimeter ein Punktabzug. Etwas grob erscheinende Ohren; breit getragene Ohren; dünne, faltige oder spitze Ohren.
Schwere Fehler:
Häsinnenkopf beim Rammler; ausgeprägter Rammlerkopf bei der Häsin. Zu kurze Ohren unter 4,5 cm oder zu lange Ohren über 7 cm. In der Haltung stark abweichende, sehr dünne oder zu grob strukturierte Ohren.

5. Deckfarbe und Gleichmäßigkeit, Schattierung, Perlung, Zeichnung, Kopf- und Rumpfzeichnung sowie Abzeichen

Anerkannt sind nur die im nachstehenden Bewertungsspiegel aufgeführten Farbenschläge. Die Anforderungen der Ausgangsrassen sind mit Rücksicht auf das kürzere Fellhaar der Farbenzwerge sinngemäß anzuwenden. Leichte und schwere Fehler: Für die leichten und schweren Abweichungen der je nach Farbenschlag in dieser Position zu bewertenden Rassemerkmale gelten prinzipiell die entsprechenden Fehler der Ausgangsrassen.(Standard: Weißgrannen schwarz) Deckfarbe:
Anerkannt sind die Farbenschläge schwarz, blau und havannafarbig. Die Deckfarbe des Rumpfes, des Kopfes, der Ohren und der Läufe ist tiefglänzend schwarz, blau bzw. havannafarbig. Die Bauchdecke, die Innenseite der Läufe und die Blumenunterseite sind weiß. Die Schoßflecken am Bauch sind dunkel getönt. Die Augenfarbe ist bei den schwarzen Tieren dunkelbraun, bei den blauen Tieren blaugrau und bei den havannafarbigen Tieren braun, leicht rot durchscheinend. Die Krallen sind dunkelhornfarbig.

Leichte Fehler: Melierte Schnauze. Etwas kräftige weiße Bespitzung der Brust oberhalb der Abzeichen. Leicht mit weißen Haaren durchsetzte Deckfarbe an Oberkörper, Kopf und Ohren. Etwas matte oder stumpfe Deckfarbe. Leichter Rostanflug. Leichte Abweichungen von der geforderten Augen- oder Krallenfarbe.

Schwere Fehler: Stark durchsetzte Deckfarbe am Oberkörper (Silberung). Sichtbar weiße Flecken oder Büschel in der Decke. Gänzlich weiße Brust. Starker Rostanflug. Andere als die vorgeschriebene Augenfarbe. Zweierlei Krallenfarbe oder pigmentlose (weiße) Krallen. Abzeichen:
Als Abzeichen gelten die weiße Einfassung Nasenlöcher, die weiße Augeneinfassung, diese soll die Augen gleichmäßig breit geschlossen umgeben, die weiße Einfassung der Kinnbacken und Ohren, die beiden weißen Flecken am Ohrenansatz sowie die weiße Rumpfbegrannung. Der nicht zu große Keil im Nacken ist silbergrau bis weiß. Die Innenseite der Hinterläufe ist weiß. Die Zehen der Vorderläufe heben sich als helle bis weiße Punkte von der dunklen Deckfarbe gut ab. Die weiß gespitzten Grannenhaare sollen seitlich um den ganzen Körper - einschließlich Brust, Hinterpartie und Vorderläufen und möglichst bis zur Rumpfmitte hochgezogen - das Deckhaar stark überragen; sie sollen gleichmäßig verteilt sein. Je ausgeprägter die langen, weiß gespitzten Grannen in Erscheinung treten, umso stärker ist der Kontrast.

Leichte Fehler: Schwache, nicht scharf abgegrenzte Abzeichen, Ohrenflecke, Nasenlöchereinfassung, Kinnbacken oder Ohreneinfassung. Schwache, ungleichmäßige Verteilung der weißen Grannenspitzen. Leichte Unterbrechung der Augen- oder der Kinnbackeneinfassung. Ungleichmäßig geformte Augeneinfassung.

Schwere Fehler: Insgesamt zu schwach ausgeprägte Abzeichen, fehlende Augen-, Kinnbacken- oder Ohreneinfassung. Zu stark verschwommene Abgrenzung der Abzeichen.

6. Farbe bzw. Zwischen- und/oder Unterfarbe

Anzuwenden sind die entsprechenden Forderungen der betreffenden Ausgangsrassen unter Berücksichtigung des folgenden Bewertungsspiegels und der besonderen Anforderungen an das Fellhaar der Zwergkaninchen. Leichte und schwere Fehler: Für die leichten und schweren Abweichungen der je nach Farbenschlag in dieser Position zu bewertenden Rassemerkmale gelten ebenfalls prinzipiell die entsprechenden Fehler der Ausgangsrassen.(Standard: Weißgrannen schwarz) Unterfarbe:
Die Unterfarbe ist am ganzen Körper, eingeschlossen die Bauchunterfarbe, rein dunkelblau. Die Unterfarbe an der Blumenunterseite bleibt unberücksichtigt.

leichte Fehler: Helle oder durchsetzte Unterfarbe. Bauchunterfarbe nur im Brust- und Schoßbereich.

Schwere Fehler: Stark weiße Durchsetzung der Unterfarbe. Gänzlich weiße Unterfarbe. Gänzliches Fehlen der blauen Bauchunterfarbe.

7. Pflegezustand

Nur in hervorragendem Pflegezustand werden die Tiere zur Bewertung zugelassen. Es obliegt deshalb dem Züchter, seine Tiere mit Fleiß und Geschick gebührend vorzubereiten. Hierzu gehören: saubere Läufe, Ohren und Geschlechtspartie, gut beschnittene und reinliche Krallen usw.
Anmerkung: Da ein guter Pflegezustand die absolute Voraussetzung eines jeden Ausstellungstieres ist, wird in dieser Position keine positive Bemerkung gegeben. Leichte Fehler: Leichter Stallschmutz, geringfügig unsaubere Ohren oder Geschlechtsteile; lange Krallen. Leichte Filzbildung bei Normal-, Haarstruktur- und Kurzhaarrassen.
Schwere Fehler: Stark verschmutzte Tiere. Starke Filzbildung bei Normalhaar-, Haarstruktur- und Kurzhaarrassen.

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