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4. Langhaarrassen

4. Langhaarrassen

A) Angora
Im Gegensatz zu den übrigen Fellhaarrassen besitzt das Angorakaninchen das nur ihm eigentümliche Wollvlies, das am ganzen Körper (Rücken, Seiten, Brust und Bauch) gleichmäßig stark entwickelt und filzfrei sein soll. Das Vlies besteht aus Mischwolle, die von drei unterschiedlichen Haararten gebildet wird. Sie gehen ineinander über, sind also nicht scharf gegeneinander abgegrenzt.

    a. Unterwollhaar. Es muss stark vorherrschen und besteht aus dem fein gekräuselten, weichen Wollhaar, das sich durch ein gutes Längenwachstum auszeichnen soll. Gewünscht wird ein mittelfeines, gleichmäßiges Wollhaar, das regelmäßig und kurz gewellt ist und einen seidigen Glanz besitzt.
    b. Der Deckhaarflaum vermittelt in seiner Qualität zwischen der Unterwolle und dem Grannenhaar. Er ist länger und grober gewellt und endet in einer feinen, grannenartigen Spitze.
    c. Das Grannenhaar überragt als ein etwas stärkeres, gerade durchgehendes Haar das Wollvlies. Die Grannenspitze ist kräftig. In der Regel besitzen die Häsinnen eine stärkere Grannenbildung als die Rammler, in besonderem Maße die älteren Häsinnen.

Den Wert der Angorawolle bestimmt die Dichte des Unterwollhaares in Verbindung mit einem gut ausgebildeten Deckhaarflaum und dem an Länge überragenden, stärkeren Grannenhaar. Die volle Wolllänge beträgt, im Stapel beurteilt, mindestens 6 cm. Bei Ausstellungstieren und in den Leistungsklassen ist die Mindestwolllänge 3,5 cm. Die Wolllänge wird geschätzt. Die leichten und schweren Fehler hierzu werden im Rahmen der Rassebeschreibung auf den Seiten 34 und 35 aufgeführt. B) Fuchskaninchen Im Gegensatz zum Angorakaninchen hat das Fuchskaninchen reichlich Deck- und Grannenhaare in einem guten Verhältnis zum Unterwollhaar. Das Fuchskaninchen besitzt kein Wollvlies. Dies ist bei der Beurteilung von Dichte, Struktur und Reifezustand zu beachten und entsprechend der Haarlänge zu bewerten. Als Fehler gelten sinngemäß die unter den Normalhaarrassen genannten Mängel.

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