1 Half Banner Top

2 Full Banner Top / 3 Super Banner Top

Deutsche Riesenschecken schwarz-weiß

Deutsche Riesenschecken schwarz-weiß

© Kaninchenzeitung

Herkunft: aus dem Deutschen Landkaninchen um 1900 in Deutschland herausgezüchtet

Abteilung I: Große Rassen

Deutsche Riesenschecken (DRSch)

Bewertungsskala

Punkte
1. Gewicht 20
2. Körperform, Typ und Bau 20
3. Fellhaar 15
4. Kopfzeichnung 15
5. Rumpfzeichnung 15
6. Farbe 15
7. Pflegezustand 5
  100

Gewichtsbewertung

5,00 bis 5,25 bis 5,50 bis 5,75 bis 6,00 über 6,00 Höchstgewicht
15 16 17 18 19 20 10,0 kg

1. Gewicht

Normalgewicht über 6,00 kg. Mindestgewicht 5,00 kg. Höchstgewicht 10,0 kg.

2. Körperform, Typ und Bau

Die Riesenschecken entsprechen in Körperform, Bau und Stellung dem Typ der Riesekaninchen. Der Körper ist gestreckt und leicht walzenförmig bei einer Körperlänge von ca. 68 cm und mehr. Der Körper soll vorne und hinten nahezu gleich breit und kräftig bemuskelt sein. Die Blume entspricht der Körpergröße des Tieres, sie ist lang und wird am Körper anliegend getragen. Die Stellung ist halbhoch und bewirkt ausreichend Bodenfreiheit. Der Kopf ist markant und soll in einem harmonischen Verhältnis zur Körpergröße stehen. Die Ohren, die insgesamt der Größe des Tieres entsprechen, sind kräftig und werden gut getragen. Ihre Länge beträgt normalerweise etwa ein Viertel der Körperlänge und gilt daher mit etwa 17 bis 18 cm als ideal. Bei den Häsinnen ist eine nicht zu große, gut geformte Wamme zulässig.

Leichte Fehler: Siehe »Allgemeines«. Ferner leichte Abweichungen vom Typ, z.B. durch Abweichungen von der Normal- bis zur Mindestlänge oder tiefe Stellung. Nicht entsprechend ausgeprägte Kopfbildung. Dünne, faltige Ohren; etwas kurze, nicht der Körpergröße entsprechende Ohren.
Schwere Fehler: Siehe »Allgemeines«. Insbesondere stark vom Typ abweichender Rumpf bei einer Körperlänge unter 64 cm. Stark vom Rasse- bzw. Geschlechtstyp abweichende Kopfbildung. Ohrenlänge unter 15 cm. Gänzlich abweichende Trageweise der Ohren.

3. Fellhaar

Das Fellhaar ist mittellang, gut und gleichmäßig begrannt und mit dichtem Unterhaar versehen. Die Ohren sind gut behaart.

Leichte und schwere Fehler: Siehe »Allgemeines«.

4. Kopfzeichnung

Diese besteht aus dem Schmetterling, den Augenringen, den Backenpunkten und den Ohren. Der Schmetterling soll gut ausgeprägt sein. Dazu gehören ein schön abgerundeter Dorn und volle Flügel, die den Unterkiefer beidseitig einfassen. Die Augenringe sind geschlossen und gleichmäßig breit. Die oben am Augenring auftretende kleine Zacke gilt nicht als Fehler. Die Backenpunkte stehen frei unter den Augenringen, sie sind rund oder oval geformt. Die Ohrenzeichnung ist an der Ohrenwurzel übergangslos abgegrenzt; ein kleiner Ausläufer der Ohrenzeichnung in der Stirnmitte bleibt unberücksichtigt.

Leichte Fehler: Gezackter Schmetterling, unschöner Dorn, einseitiges Fehlen der Unterkiefereinfassung. Ungleichmäßige oder grobe Augenringe, unreiner Ohrenansatz, unreiner Kopf (Spritzer).
Schwere Fehler:
Unvollständiger Schmetterling; fehlender Dorn; große Zacken in den Schmetterlingsflügeln. Gänzlich fehlende seitliche Unterkiefereinfassung. Am Unterkiefer geschlossene Einfassung. Ein- oder beidseitig anhängender Backenpunkt; Fehlen eines oder beider Backenpunkte; ein- oder beidseitig doppelter Backenpunkt. Nicht geschlossener Augenring. Zusammenhängen von Augenringen mit dem Schmetterling oder der Ohrenzeichnung.

5. Rumpfzeichnung

Die Rumpfzeichnung wird gebildet vom Aalstrich und der Seitenzeichnung. Der Aalstrich verläuft glatt und gleichmäßig breit (etwa 3 cm) vom Genick bis zur Blumenspitze. Die Seitenzeichnung besteht aus einzeln stehenden, nicht zu großen Flecken von etwa 3 cm Durchmesser, sie sind auf beiden Seiten des Körpers auf Flanken und Schenkeln gleichmäßig verteilt. Auf beiden Seiten werden dort etwa 6-8 Seitenflecken gewünscht (etwa vorhandene Flecken an Brust, Bauch, Läufen und Unterseite der Blume bleiben unberücksichtigt).

Leichte Fehler: Gezackter oder ungleichmäßiger, breiter oder schmaler Aalstrich. Unterbrechung des Aalstriches vom Genick bis zum Ende der Schulterblätter oder vom Ansatz der Blume bis zur hochgelegten Blumenspitze. Am Aalstrich leicht anhängende Seitenzeichnung; schwache, volle oder un-gleichmäßige Seitenzeichnung. Anlage zur Kettenzeichnung (mehr als ein am Körper freistehender Kettenpunkt auf einer Körperseite oder beidseitig). Genickpunkte, die vom Aalstrich weniger als 2 cm entfernt sind, gelten nicht als Kettenpunkte.
Schwere Fehler:
Deutlich sichtbare Unterbrechung des Aalstriches zwischen den Schulterblättern und der hochgelegten Blumenspitze. Starkes Zusammenhängen der Seitenzeichnung mit dem Aalstrich. Sattel- oder Mantelzeichnung. Mehr als zwei freistehende Kettenpunkte auf einer Seite, weniger als drei Seitenpunkte oder Seitenflecken auf einer Seite. Gänzliches Fehlen eines Zeichnungsmerkmales.

6. Farbe

Anerkannt sind die Farbenschläge schwarz-weiß, blau-weiß und havannafarbig-weiß. Die Grundfarbe, mit gutem Glanz versehen, ist rein weiß. Ebenso weiß ist hier die Unterfarbe, die sich von der Grundfarbe nicht unterscheidet. Die Zeichnungsfarbe schwarz, blau oder havannafarbig, ist rein und nicht mit andersfarbigen Haaren durchsetzt. Kleine weiße Flecken im Genick und im Aalstrich vom Genick bis zum Ende der Schulterblätter sowie im Bereich der Blume bis zur hochgelegten Blumenspitze bleiben unberücksichtigt. Bei schwarz-weißen Tieren sind die Augen braun, bei havannafarbig-weißen Tieren braun, leicht rot durchscheinend, bei blau-weißen Tieren blaugrau. Die Krallen sind pigmentlos (weiß); eine einzelne farbige Kralle gilt als leichter Fehler.

Leichte Fehler: Grundfarbe mit gelblichem Anflug. Unreine oder mit weißen Haaren leicht durchsetzte Zeichnungsfarbe und Ohrenränder. Fleischfarbiger Lippenspalt. Kleine weiße Büschel/Flecken in den Augenringen im Bereich des Augenringzackens oder in den Seitenzeichnungspunkten. Eine einzelne farbige Kralle (0,5 Punkte).
Schwere Fehler:
Stark mit weißen Haaren durchsetzte, unreine Zeichnungsfarbe. Zweierlei Zeichnungsfarben. Weiße Nasenspitze, weißer Lippenspalt. Weiße Flecken im Schmetterling, im Augenring (außer im Bereich des Augenringzackens), in der Ohrenfarbe oder im Aalstrich mit Ausnahme des Bereichs der Schulterblätter und der Blume. Andere als die geforderte Augenfarbe. Mehr als eine farbige Kralle.

7. Pflegezustand

Nur in hervorragendem Pflegezustand werden die Tiere zur Bewertung zugelassen. Es obliegt deshalb dem Züchter, seine Tiere mit Fleiß und Geschick gebührend vorzubereiten. Hierzu gehören: saubere Läufe, Ohren und Geschlechtspartie, gut beschnittene und reinliche Krallen usw.
Anmerkung: Da ein guter Pflegezustand die absolute Voraussetzung eines jeden Ausstellungstieres ist, wird in dieser Position keine positive Bemerkung gegeben.

Leichte Fehler: Leichter Stallschmutz, geringfügig unsaubere Ohren oder Geschlechtsteile; lange Krallen. Leichte Filzbildung bei Normal-, Haarstruktur- und Kurzhaarrassen.
Schwere Fehler: Stark verschmutzte Tiere. Starke Filzbildung bei Normalhaar-, Haarstruktur- und Kurzhaarrassen.

Aktuelle Ausgabe

Ausgabe 06|2017
Veröffentlicht am 02. Juni 2017

SchauKalender

weitere Termine

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr