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Angora, schwarz

Angora (schwarz) © Kaninchenzeitung

Herkunft: England um 1777 bewusst gezüchtet (Seidenhasen)

Abteilung VII: Langhaarrassen

Angora (A), schwarz

Bewertungsskala

Punkte
1. Gewicht 20
2. Körperform, Typ und Bau 20
3. Wolldichte und Wolllänge 15
4. Ausgeglichenheit der Wolle und Wollstruktur 15
5. Farbe 15
6. Rassenmerkmale (Kopf-, und Ohrenbehang, Behang der Läufe) 10
7. Pflegezustand 5
  100

Hinweis zur Zucht des Rassetyps und zur Bewertung der Körperform:

Hier gelten die gleichen Bedingungen wie bei den weißen Angora.

Gewichtsbewertung

2,50 bis 2,75 bis 3,00 bis 3,25 bis 3,50 über 3,50 Höchstgewicht
15 16 17 18 19 20 5,25 kg

1. Gewicht

Normalgewicht über 3,50 kg. Mindestgewicht 2,50 kg. Höchstgewicht 5,25 kg.

2. Körperform, Typ und Bau

Der Körper ist leicht gestreckt, walzenförmig und bei genügender Breite und Tiefe des Rumpfes ausgeglichen. Die kräftigen Läufe sind mittellang; sie erscheinen der Wolle wegen kürzer und kräftiger als bei den Normalhaarrassen. Der Kopf ist breit, kurz und dicht am Rumpf angesetzt. Die Ohren sind kräftig und fest im Gewebe, werden aufrecht getragen und entsprechen in ihrer Größe dem Körper. Bei älteren Häsinnen ist eine kleine, gut geformte Wamme zulässig.

Leichte und schwere Fehler: Siehe »Allgemeines«.

3. Wolldichte und Wolllänge

Das Wollhaar muss sehr dicht entwickelt sein, so dass der Haarboden (Fellhaut) voll bedeckt ist. Je dichter das mischwollige Vlies ist, desto wertvoller ist auch das Tier.
Die Wolllänge soll, im Stapel beurteilt, mindestens 6 cm betragen. Bei nicht geprüften Ausstellungstieren und in den Leistungsklassen wird eine Mindestlänge von 3,5 cm verlangt. Die Wolllänge wird geschätzt.

Leichte Fehler: Etwas dünne Wolle, wenig Unterwolle. Etwas kurzes Wollhaar. Wenig Spürhaare.
Schwere Fehler:
Zu dünne Wolle; zu wenig Unterwolle. Wolllänge unter 3,5 cm. Gänzlich fehlende Spürhaare.

4. Ausgeglichenheit der Wolle und Wollstruktur

Die Wolle muss am ganzen Körper des Tieres gleichmäßig dicht sein. Das mischwollige Vlies, das - wie bei den weißen Angora detailliert beschrieben - aus Unterwolle, Grannenflaum und Grannenhaar besteht, muss eine gesunde, kräftige, nicht zur Filzbildung neigende Struktur haben.

Leichte Fehler: Kleinere Wachstumsstörungen, ungleiches Wollwachstum. Etwas schwache Wollstruktur; wenig Grannenhaar. Verworrene oder watteähnliche Wolle. Kleinere Filzstellen.
Schwere Fehler:
Starke Wollwachstumsstörungen. Große Kahlstellen, die bei natürlicher Stellung des Tieres von der umgebenden Wolle nicht mehr bedeckt werden. Gänzliches Fehlen der Kräuselung, fehlendes Grannenhaar oder abgeschnittene Grannen. Starke Filzbildung.

5. Farbe

Bei den farbigen Angora sind die Farbenschläge schwarz, blau, havannafarbig, fehfarbig und gelb anerkannt. Die Farben müssen unbedingt rein sein und haben den Forderungen der betreffenden Normalhaar-Ausgangsrassen zu entsprechen, einschließlich der Augen- und Krallenfarbe. Die Farbe der kürzer behaarten Körperstellen (Kopf, Ohren und Läufe) ist intensiver ausgeprägt und deutlicher übereinstimmend mit den Farben der Normalhaar-Ausgangsrassen als die Deckfarbe des Wollvlieses am Rumpf. Bedingt durch die Haarlänge des mischwolligen Vlieses und die hellere Unterwolle erscheint die Deckfarbe im Pastellton und bewirkt eine etwas hellere Gesamtfarbe mit etwas weniger intensiv ausgeprägtem Glanz. Gelbe Wolle im Geschlechtsbereich und die Unterfarbe bleiben unberücksichtigt.

Leichte Fehler: Unreine Deckfarbe. Weiß durchsetzte Deckfarbe. Andersfarbiger Anflug. Leichte Abweichung der Augenfarbe.
Schwere Fehler:
Fehl- oder Mischfarben. Starke Durchsetzung mit weißen Haaren. Sichtbare weiße Flecken in der Deckfarbe. Andere als bei den Ausgangsrassen geforderte Augenfarbe, zweierlei Krallenfarbe, pigmentlose Krallen.

6. Rassemerkmale (Kopf- und Ohrenbehang, Behang der Läufe)

Als Rassemerkmale gelten der Kopfbehang (Stirnbüschel und Backenbart), die Ohrbüschel und der Behang der Läufe. Der Stirnbüschel soll schön ausgebildet sein, sollte aber nicht die Augen des Tieres verdecken. Der Backenbart soll gut ausgebildet sein. Die Ohrbüschel sollen sich über die Rundung am Ohrende erstrecken. Wollbildung am gesamten Ohr ist nicht erforderlich. Der Behang an den Läufen soll gut ausgebildet sein.

Leichte Fehler: Schwach ausgeprägte Rassemerkmale. Durch übervollen Kopfschmuck verdeckte Augen.
Schwere Fehler:
Vollständiges Fehlen eines der Rassemerkmale.

7. Pflegezustand

Nur in hervorragendem Pflegezustand werden die Tiere zur Bewertung zugelassen. Es obliegt deshalb dem Züchter, seine Tiere mit Fleiß und Geschick gebührend vorzubereiten. Hierzu gehören: saubere Läufe, Ohren und Geschlechtspartie, gut beschnittene und reinliche Krallen usw.
Anmerkung: Da ein guter Pflegezustand die absolute Voraussetzung eines jeden Ausstellungstieres ist, wird in dieser Position keine positive Bemerkung gegeben.

Leichte Fehler: Leichter Stallschmutz, geringfügig unsaubere Ohren oder Geschlechtsteile; lange Krallen. Leichte Filzbildung bei Normal-, Haarstruktur- und Kurzhaarrassen.
Schwere Fehler: Stark verschmutzte Tiere. Starke Filzbildung bei Normalhaar-, Haarstruktur- und Kurzhaarrassen.

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