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Jamora, harlekinfarbig

Jamora (harlekinfarbig)

© Karin Wolters

Herkunft:

Deutschland um 1980 (Herauszüchter Dr. Bernhard Thimm)

Abteilung VII: Langhaarrassen

Jamora (Jam), harlekinfarbig

Bewertungsskala

Punkte
1. Gewicht 20
2. Körperform, Typ und Bau 20
3. Fellhaar 15
4. Kopf- und Ohrenzeichnung 15
5. Rumpfzeichnung 15
6. Farbe 10
7. Pflegezustand 5
  100

Gewichtsbewertung

1,50 bis 1,625 bis 1,75 bis 1,875 bis 2,00 über 2,00 Höchstgewicht
15 16 17 18 19 20 2,50 kg

1. Gewicht

Normalgewicht über 2,00 kg. Mindestgewicht 1,50 kg. Höchstgewicht 2,50 kg.

2. Körperform, Typ und Bau

Die Körperform ist gedrungen, walzenförmig, gut bemuskelt, vorne und hinten gleich breit, hinten gut abgerundet, die Rückenlinie ebenmäßig. Der Kopf ist breit und kräftig, kurz am Körper angesetzt. Die Ohren sind fest im Gewebe und entsprechen in ihrer Länge dem Körper. Häsin und Rammler unterscheiden sich nicht wesentlich. Die Häsin ist von jeglichem Wammenansatz frei.

Leichte und schwere Fehler: Siehe »Allgemeines«.

3. Fellhaar

Das Fell ist lang, mindestens 5-6 cm am ganzen Körper. Die Haarlänge ist zu schätzen. Die Bauchhaare sind immer etwas kürzer; Kopf, Ohren und Läufe sind normallang, gut behaart. Das Unterhaar ist dicht, die Begrannung angoraähnlich fein und nicht zur Filzbildung neigend. Gewünscht wird ein mittelfeines, seidenweiches, regelmäßig und kurz gewelltes Wollhaar mit seidigem Glanz.

Leichte Fehler: Siehe »Allgemeines«. Insbesondere etwas dünne Wolle, wenig Unterwolle. Geringgradige Anlage zu Ohrbüscheln, Backenbart und Fußbehang. Haarlänge unter 5 cm; watteähnliche, überfeine Wolle, zu kräftige Begrannung. Leichte Filzbildung.
Schwere Fehler:
Siehe »Allgemeines«. Insbesondere zu dünne Behaarung. Ausgeprägte Ohrbüschel- und Behangbildung (Angoratyp). Große Kahlstellen (Wollwachstumsstörungen), die bei der natürlichen Stellung des Tieres von der umgebenden Wolle nicht bedeckt werden. Haarlänge unter 4 cm; starke Filzbildung.

4. Kopf- und Ohrenzeichnung

Für die Kopf- und Ohrenzeichnung des harlekinfarbigen Jamorakaninchens ist charakteristisch der Kontrast der Farben schwarz und gelb bzw. schwarzgeblümt und gelbgeblümt. Als ideal gilt eine kreuzweise geteilte Zeichnungsanlage.

Leichte Fehler: Nicht kreuzweise verteilte Kopf- und Ohrenzeichnung.
Schwere Fehler:
Einfarbiger Kopf mit beidseitig gleichfarbigen Ohren.

5. Rumpfzeichnung

Die Farben schwarz und gelb sind über den ganzen Körper unregelmäßig verteilt, sie sollen aber trotz des Langhaartypus noch als Streifen bzw. Farbfelder erkennbar sein. Mindestens 2 schwarze Streifen bzw. Farbfelder auf jeder Seite des Rumpfes sind erforderlich. Gefordert wird eine durchgehende oder seitlich gegeneinander versetzte Streifenzeichnung. Die Zeichnung ist um so wertvoller, je abwechslungsreicher die Streifung an beiden Körperseiten ist. Tiere mit einer unterschiedlichen Anzahl von Streifen- bzw. von Farbfeldern auf beiden Seiten können bewertet werden. Die Zeichnung von Brust und Vorderläufen soll mit der Kopf- und Ohrenzeichnung übereinstimmen, wobei schwarz bzw. schwarzgeblümt und gelb bzw. gelbgeblümt kreuzweise versetzt seien. Am Bauch, an der Innenseite der Läufe, an der Unterseite des Kinns und der Blume sind weiße Stellen gestattet.

Leichte Fehler: Einfarbige Vorderläufe und/oder Brustpartie. Große Farbfelder, auf beiden Körperseiten; gleichmäßige Zeichnung.
Schwere Fehler:
Weniger als 2 angedeutete schwarze Farbfelder auf jeder Seite.

6. Farbe

Das harlekinfarbige Jamorakaninchen ist zweifarbig und zwar schwarz und gelb. Die beiden Farben sollen sich trotz des Langhaares noch in Streifen oder Farbfeldern voneinander abgrenzen lassen. Durch das angoraähnliche Längenwachstum der Haare ist die für das Japanerkaninchen typische kontrastreiche Abgrenzung der Farbfelder nun jedoch rassetypisch an den Farbgrenzen zueinander verwischt.
Dies gibt einen aparten Farbeffekt, der zusammen mit der völlig unregelmäßigen Verteilung der Streifen und Farbmuster zur Namensgebung »harlekinfarbig« geführt hat. Die gelbe Farbe darf in ihrer Intensität variieren, doch ist eine satte Farbe vorzuziehen. Die Farbe des Bauches ist insgesamt etwas matter und glanzloser. Die Farben verlieren bei mehrjährigen und zu langhaarigen Tieren ihre Leuchtkraft. Die Augen sind braun. Die Krallenfarbe entspricht der Zehenfarbe der Läufe.

Leichte Fehler: Matte Farben auf dem Rücken, schwacher Glanz.
Schwere Fehler:
Weiße Flecken an den sichtbaren oberen Körperteilen, weiße Abzeichen an Nase, Zehen oder Pfoten. Andere als die geforderte Augenfarbe; pigmentlose Krallen.

7. Pflegezustand

Nur in hervorragendem Pflegezustand werden die Tiere zur Bewertung zugelassen. Es obliegt deshalb dem Züchter, seine Tiere mit Fleiß und Geschick gebührend vorzubereiten. Hierzu gehören: saubere Läufe, Ohren und Geschlechtspartie, gut beschnittene und reinliche Krallen usw.
Anmerkung: Da ein guter Pflegezustand die absolute Voraussetzung eines jeden Ausstellungstieres ist, wird in dieser Position keine positive Bemerkung gegeben.

Leichte Fehler: Leichter Stallschmutz, geringfügig unsaubere Ohren oder Geschlechtsteile; lange Krallen. Leichte Filzbildung bei Normal-, Haarstruktur- und Kurzhaarrassen.
Schwere Fehler: Stark verschmutzte Tiere. Starke Filzbildung bei Normalhaar-, Haarstruktur- und Kurzhaarrassen.

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