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Wohin mit dem Mist?

26.09.2010

Ein alltäglicher Anblick, doch Regenwürmer leisten ein enormes Arbeitspensum und steigern die Bodenfruchtbarkeit.
Foto: Rübensaat

Der Kaninchendung ist im Grunde genommen eine ganz wertvolle Sache: Die vielen Inhaltsstoffe sind für den Garten- oder Obstbau von großer Bedeutung, denn sie lassen die Kulturgewächse besser wachsen.

Nun besitzt nicht jeder Kaninchenzüchter auch gleich einen eigenen Garten oder eine Ackerfläche, auf der er den regelmäßig anfallenden Mist ausbringen kann. Aber es gibt immerhin die Möglichkeit, ihn befreundeten Gartenbesitzern zukommen zu lassen, die einem dann im Gegenzug nicht nur Gemüse für die Küche, sondern auch Grünabfälle und Wurzelgemüse als Leckerbissen für die Kaninchen liefern können.

Der Kaninchendung kann nur in kleinen Gaben frisch ausgebracht werden. Besser ist es, wenn man ihn zum Kompostieren nimmt. Der Kompost ist, wie das lateinische Wort besagt, etwas „Zusammengesetztes“. Das heißt, man gibt viele organische Abfälle zusammen und lässt diese verrotten. Der Zersetzungsprozess ist im Grunde eine einfache Sache: Die zusammengegebenen Stoffe werden von Kleinstlebewesen abgebaut und umgewandelt.

Man gibt also Schicht um Schicht auf das Kompostbeet und fügt den sonstigen organischen Abfällen immer wieder kleinere Lagen von Kaninchenmist hinzu. Es ist wichtig, dass die einzelnen Lagen gut belüftet und mäßig feucht gehalten werden, denn dann laufen die Umwandlungsprozesse wesentlich günstiger und rascher ab.

Langsam wandeln die Mikro- und Makroorganismen den Komposthaufen um, so dass am Ende ein wertvoller Kompost entsteht, den man bei der Gartenpflege und -düngung, aber auch beim Eintopfen von Gewächsen verwenden kann.

Kompost besitzt auch großen Wert als Mulchmaterial: Man bedeckt mit dem Kompost die Kulturböden und erreicht damit, dass diese nicht so schnell austrocknen. Feuchtigkeit, aber auch Wärme werden länger im Boden gehalten. Zudem ist das Mulchmaterial eine willkommene Nahrung für viele Kleinstlebewesen im Boden. Auch die Regenwürmer macht es glücklich, weil sie Deckung, Nahrung, Feuchtigkeit und Erdwärme vorfinden. Und ganz nebenbei wird auch die Bodenerosion durch Regen und Wind aufgehalten.

Natürlich kann man auch Wurmmieten und Wurmgruben mit Regenwürmern anlegen. Hier hat man den Vorteil, dass die eingesetzten Regenwürmer den Mist verzehren und zu wertvollen Ton-Humus-Komplexen „umarbeiten“, so dass man auf diese Weise ganz vorzüglichen Wurmkompost gewinnen kann. Ansätze von einigen hundert Regenwürmern geeigneter Arten kann man bei den Regenwurmfarmen bekommen.

Es ist also verhältnismäßig einfach, sich des Mistes zu entledigen, gleichzeitig aber wertvolles Subs­trat zurückzugewinnen, um dieses dann im Garten beim Kultivieren der Pflanzen einzusetzen.

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