Kulturgut Kaninchen beim Nachbarn - Drei echte Schweizer
29.06.2012
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Drei echte Schweizer - Kulturgut Kaninchenzucht beim Nachbarn
Rassekaninchen Schweiz ist der Fachverband in der Schweiz für Fragen rund ums Kaninchen, dessen Haltung und Zucht. Er besteht seit 1934, nachdem die bis ins 19. Jahrhundert zurückreichende Schweizerische Gesellschaft für Ornithologie neu organisiert wurde. Heute schließt Rassekaninchen Schweiz knapp 900 Sektionen, Rasseklubs und Fellnähgruppen aus allen Gegenden des Landes zusammen und bündelt die Interessen von rund 14 500 Mitgliedern jedes Alters und unterschiedlicher sozialer Herkunft. Diese teilen die Leidenschaft für die faszinierenden, zutraulichen Kaninchen und streben unermüdlich nach Neuerungen zum Wohle der Tiere.
Der Verband Kleintiere Schweiz ist der Herausgeber der wöchentlichen Fachzeitschriften „Tierwelt“ und „Journal Romand“ Diese sind offizielle Publikationsorgane des Verbandes sowie der angeschlossenen Fachverbände, Spezialvereinigungen und Kantonalverbände der Kleintiere Schweiz.
Pro Woche werden 75 000 Abonnenten mit der Tierwelt beliefert, zusätzlich wird sie an Kiosken direkt verkauft. Sie berichtet über die Aktivitäten des Verbandes, widmet sich aber auch allen anderen Themen rund um die Tierwelt. Wir Schweizer dürfen stolz sein auf diese „tierisch gute“ Zeitschrift.
Es gibt drei Kaninchenrassen, die in der Schweiz herausgezüchtet wurden und als „echte Schweizerrassen“ gelten: Schweizer Feh, Dreifarben-Kleinschecken und Schweizer Fuchs. Der Förderverein Schweizer Kleintierrassen (FSK, www.schweizer-kleintierrassen.ch) bemüht sich, dieses lebendige Kulturgut zu erhalten. 2013 werden diese drei Rassen in einem zentral geführten Herdenbuch registriert. Dieses Projekt wird auch vom Bundesamt für Landwirtschaft finanziell unterstützt. Schweizer FehDas Schweizer Fehkaninchen ist die älteste Kaninchenrasse, die in der Schweiz erzüchtet wurde. Es wurde im Jahr 1918 von K. Weber aus Menziken herausgezüchtet. Die Zuchtbestrebungen zielten darauf ab, das Fell des sibirischen Eichhörnchens mehr oder weniger zu imitieren. Beginnend aus wildfarbigen und blauen Kaninchen, hat der Züchter sein Ziel erreicht. Das Schweizer Fehkaninchen ist eine kleine Rasse mit guter Haltung und schön geformtem Körperbau. Das Idealgewicht beträgt 2,7 bis 3,1 kg. 1920 wurde das Schweizer Fehkaninchen als Rasse anerkannt. Der Schweizerische Feh-Züchter-Klub entstand 1921. Schweizer FuchsDas Schweizer Fuchskaninchen wurde um 1918 von Kantonsingenieur Müller aus Zug herausgezüchtet. Er versuchte, die Imitation eines echten Fuchspelzes beim Kaninchen zu erreichen. Gelungen ist ihm dies mit der Kreuzung von Angora- und Havannakaninchen. Blau, Chinchilla, Havanna, Schwarz, Weiß Blauauge und Weiß Rotauge sind die sechs anerkannten Farbenschläge. Der Schweizer Fuchs gehört zu den kleinen Rassen mit leicht aufgerichteter Haltung, schön geformtem, kräftigem Körpberbau und verlängertem Normalhaar. Der Schweizerische Fuchskaninchen-Züchter-Klub wurde 1949 gegründet. Schweizer Dreifarben-KleinscheckenDas Schweizer Dreifarben-Kleinscheckenkaninchen hat A. Häberli aus Winterthur ZH herausgezüchtet. Es ist eine kleine Rasse mit einem Idealgewicht von 2,7 bis 3,1 kg. Die Rasse ist spalterbig und unter anderem auch deshalb schwer zu züchten. Die Grundfarbe ist ein reines, glänzendes Weiß. Die Zeichnungsfarben sind Orange und Schwarz zu etwa gleichen Teilen. Jedes Zeichnungsmerkmal, ausgenommen die Backenpunkte, muss beide Farben aufweisen. Der Klub wurde 1977 gegründet. In der Schweiz betreuen 44 Mitglieder ungefähr 500 bis 700 Tiere.
Unser Verband
Rassekaninchen Schweiz ist mit fast 14 500 Mitgliedern der größte Fachverband von Kleintiere Schweiz. Rassegeflügel Schweiz, Ziervögel Schweiz und Rassetaube Schweiz sind drei weitere Fachverbände, die zu unserem Dachverband gehören. Dazu kommen verschiedene Interessengemeinschaften wie beispielsweise die IG Meerschweinchen, welche den Verband zusätzlich beleben und vielseitig machen.
Der Vorstand besteht aus sieben Personen, die sich den ihnen zugeteilten Ressorts widmen. Alle vier Jahre werden sie von der Delegiertenversammlung gewählt. Eine Ausnahme ist der Präsident der Fachtechnischen Kommission, Markus Vogel. Er wird von der Expertenvereinigung gewählt und hat von Amtes wegen seinen Sitz im Vorstand. |
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